Paris – 03.10.2026: In Frankreich waren Ende Juni noch 1,7 Millionen Geräte aktiv, die ausschließlich das 2G-Netz nutzen. Das teilte die Regulierungsbehörde Arcep am 24. September mit. Die Abschaltung der alten Mobilfunktechnik hat in Teilen des Südwestens bereits begonnen und wird nun ausgeweitet. Nutzer müssen prüfen, ob ihre Geräte mit 4G oder 5G funktionieren oder ersetzt werden müssen.
Betroffen sind keineswegs nur ältere Mobiltelefone. Zahlreiche fest installierte Anlagen übertragen Daten über Mobilfunkkarten, darunter Alarmanlagen, Aufzugnotrufsysteme, Fernüberwachungen, technische Sensoren und Geräte der Teleassistenz. Sie können äußerlich weiter betriebsbereit wirken, nach der Abschaltung jedoch ihre Verbindung verlieren. Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen, Unternehmen, Pflegedienste und soziale Einrichtungen sollten daher klären, welche Mobilfunktechnik ihre Anlagen verwenden.
Orange hat sein 2G-Netz in mehreren Etappen bereits in neun südwestfranzösischen Départements abgeschaltet. Im übrigen französischen Kernland soll die Umstellung von Ende September bis Ende Dezember 2026 erfolgen. SFR plant das Ende seines 2G-Netzes für den 15. November. Bouygues Telecom will die Technik zunächst am 15. November in Brest, Guipavas, Nancy und Vandœuvre-lès-Nancy abschalten; zwischen dem 1. und 15. Dezember soll der Rest des Landes folgen.
Für Kundinnen und Kunden von Free Mobile gilt beim 2G-Zugang der Zeitplan von Orange, da Free kein eigenes 2G-Netz betreibt. Die 3G-Technik bleibt länger verfügbar: Orange will sie 2028 abschalten, SFR Ende 2028 und Bouygues Telecom Ende 2029. Für Free Mobile ist nach Angaben der Arcep noch kein eigener Termin veröffentlicht. Die Netzbetreiber können ihre Planungen allerdings noch anpassen.
Mehr als 99,8 Prozent der bisherigen 2G- und 3G-Sendestandorte sind laut Arcep inzwischen mit 4G ausgestattet. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes ältere Gerät nach der Umstellung automatisch weiterarbeitet. Manche Telefone beherrschen zwar Datenübertragungen über 4G, können darüber aber keine Sprachanrufe führen. Bei fest installierten Anlagen wiederum kann das verbaute Mobilfunkmodul den Wechsel verhindern.
Die Arcep empfiehlt Verbrauchern, sich an ihren Mobilfunkanbieter zu wenden. Bei Alarmanlagen, Aufzugnotrufen und anderen eingebauten Systemen sind Wartungsunternehmen oder Hersteller die richtigen Ansprechpartner. Dabei sollte auch geprüft werden, ob ein Austausch des Mobilfunkmoduls genügt oder das gesamte Gerät ersetzt werden muss.
Der Altbestand nimmt ab, bleibt aber erheblich: Ende Juni entfielen 2,4 Prozent aller vernetzten Maschinen und Anlagen sowie 1,3 Prozent der für Telefonate, Kurznachrichten und mobiles Internet genutzten Endgeräte auf reine 2G-Technik. Gerade bei sicherheitsrelevanten Systemen kann eine unterbrochene Verbindung unbemerkt bleiben, bis ein Notruf oder Alarm tatsächlich ausgelöst werden soll.
Quellen
- Franceinfo: Beitrag zur Abschaltung der 2G- und 3G-Netze, 3. Oktober 2026
- Arcep: Quartalsbeobachtung zur Abschaltung von 2G und 3G, 24. September 2026
- Arcep: Verbraucherinformation zur Abschaltung von 2G- und 3G-Netzen, aktualisiert am 10. September 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).