Paris – 18.07.2026: Mit der Veröffentlichung des Dekrets Nr. 2026-636 im Journal officiel hat Frankreich seine dritte Nationale Strategie für eine CO2-arme Entwicklung verbindlich festgeschrieben. Die Strategie SNBC-3 setzt den Rahmen für den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 und aktualisiert die Emissionsbudgets des Landes. Das Dekret vom 16. Juli wurde am Samstag, 18. Juli, im amtlichen Gesetzblatt veröffentlicht.
Die Regierung bestätigt darin das Ziel, die französischen Treibhausgasemissionen auf dem Staatsgebiet bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren. Bis 2050 sollen verbleibende Emissionen durch natürliche und technische Kohlenstoffsenken ausgeglichen werden. Klimaneutralität bedeutet damit nicht zwingend vollständige Emissionsfreiheit, sondern ein Gleichgewicht zwischen Restemissionen und deren Aufnahme, etwa durch Wälder, Böden oder technische Verfahren.
Ein zentraler Punkt ist der schrittweise Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Die Nutzung von Kohle soll bis 2030 enden, der Verbrauch von Erdöl bis 2045 und der von fossilem Gas bis 2050. Die Strategie verknüpft diese Vorgaben mit dem Ausbau einer weitgehend CO2-armen Stromversorgung, Energieeinsparungen und der stärkeren Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie.
Die SNBC-3 betrifft sämtliche großen Emissionsbereiche: Verkehr, Landwirtschaft, Gebäude, Industrie, Energieerzeugung, Abfallwirtschaft sowie Landnutzung und Forstwirtschaft. Für die einzelnen Bereiche werden Emissionsziele, konkrete Umstellungsziele und politische Leitlinien festgelegt. Der Staat, Kommunen und Unternehmen sollen ihre Entscheidungen künftig an dieser langfristigen Vorgabe ausrichten.
Neu festgelegt sind auch die nationalen CO2-Budgets für Zeiträume von jeweils fünf Jahren. Für 2024 bis 2028 liegt der durchschnittliche jährliche Höchstwert bei 342 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Für 2029 bis 2033 sinkt er auf 261 Millionen Tonnen, für 2034 bis 2038 auf 193 Millionen Tonnen. Diese Obergrenzen sollen ermöglichen, Fortschritte vor dem Jahr 2050 messbar zu kontrollieren.
Nach Angaben des Umweltministeriums lagen die französischen Emissionen 2025 bei rund 359 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten ohne Berücksichtigung der Kohlenstoffsenken. Gegenüber 2024 entsprach dies einem Rückgang von 2,2 Prozent. Um die Ziele für 2030 und 2050 einzuhalten, wäre jedoch bis 2030 im Durchschnitt eine jährliche Minderung von etwa fünf Prozent erforderlich.
Die neue Strategie ergänzt die mehrjährige Energieplanung und den nationalen Plan zur Anpassung an den Klimawandel. Sie verbindet Klimaschutz mit dem Ziel einer geringeren Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen. Entscheidend für die Umsetzung werden nun Investitionen in Gebäudesanierung, emissionsarme Mobilität, industrielle Umstellung, Stromnetze sowie den Schutz und Ausbau natürlicher Kohlenstoffsenken sein.
Quellen
- Journal officiel der Französischen Republik
- Französisches Ministerium für ökologischen Wandel
- Französisches Ministerium für ökologischen Wandel – Emissionsmonitoring
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).