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Frankreich setzt bei ukrainischer Luftverteidigung auf SAMP/T, Aster und Radare

Vor den Beratungen der Ukraine-Verbündeten am 24. August konkretisiert Paris seinen Beitrag zum Schutz vor russischen Luftangriffen. Geplant ist eine Kombination aus verfügbaren SAMP/T-Systemen, Aster-30-Raketen, moderner Radartechnik und längerfristiger industrieller Zusammenarbeit.

Paris – 23.08.2026: Frankreich will die ukrainische Luftverteidigung mit vorhandenen Systemen, neuen Flugabwehrwaffen und moderner Radartechnik stärken. Anlass sind die für den 24. August vorgesehenen Beratungen der mit Kiew verbündeten Staaten. Präsident Emmanuel Macron hatte am Wochenende erklärt, die Ukraine müsse alle notwendigen Mittel erhalten, um ihren Luftraum gegen russische Angriffe zu schützen. Neue Einzelzusagen für das Treffen wurden zunächst nicht bekannt.

Grundlage der französischen Planungen ist eine gemeinsame Erklärung Macrons und des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom 14. Juli. Demnach soll die Ukraine vier Systeme des französisch-italienischen Typs SAMP/T NG bestellen. Die Finanzierung soll über europäische Kreditmittel für 2026 und 2027 beantragt werden. Das System dient der Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Bedrohungen.

Für den akuten Bedarf sieht die Vereinbarung eine Übergangslösung vor. Frankreich will zwei vorhandene SAMP/T-Systeme in die Ukraine entsenden, bis die neuen Komponenten geliefert werden können. Diese sollen nach französischen Angaben schrittweise ab 2027 verfügbar sein. Ein GF300-Radar ist bereits vor Ende 2026 als erster Bestandteil der künftigen Struktur für einen Einsatz in der Ukraine vorgesehen.

Zur Planung gehören weitere Sensoren und Abfangflugkörper. Fünf GM400-Radare sowie ein zusätzliches GF300- und ein Kronos-Radar sollen im Rahmen der europäischen Beschaffung bereitgestellt werden. Die fünf GM400-Systeme sollen bis Ende 2027 geliefert werden. Frankreich und Italien haben sich außerdem verpflichtet, die Lieferung von Aster-30-Flugabwehrraketen bis Oktober 2026 zu beschleunigen. Sie bilden die zentrale Bewaffnung der SAMP/T-Familie.

Paris verfolgt damit ein gestuftes Konzept. Zunächst sollen vorhandene SAMP/T-Systeme und weitere Aster-Raketen Lücken in der ukrainischen Flugabwehr schließen. Später sollen modernisierte SAMP/T-NG-Batterien, zusätzliche Sensoren und eine engere industrielle Zusammenarbeit die Fähigkeiten erweitern. Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums hat Paris bereits Mirage-2000-5-Kampfflugzeuge, SCALP-Marschflugkörper, MICA-Raketen und A2SM-Hammer-Gleitbomben geliefert.

Die Vereinbarung vom Juli umfasst zudem die industrielle Kooperation. Frankreich und Italien wollen noch 2026 eine Lizenzproduktion von Aster-30-Raketen in der Ukraine ermöglichen. Paris sagte auch Unterstützung für ukrainische Abfangraketenprojekte zu. Dabei sollen die französische Beschaffungsbehörde DGA und Unternehmen des Landes Fachwissen beisteuern. Eine Lizenzfertigung von A2SM-Bomben und SCALP-Raketen in der Ukraine wurde ebenfalls vor Ende 2026 in Aussicht gestellt.

Auch die ukrainischen Luftstreitkräfte sollen modernisiert werden. Kiew kündigte die Bestellung von zunächst 16 Rafale-Kampfflugzeugen an; vier Maschinen sollen nach Abschluss der Pilotenausbildung übergeben werden. Mit einer kurzfristigen Einsatzbereitschaft ist jedoch nicht zu rechnen. Vorrang haben daher die für Oktober 2026 angekündigten Aster-Lieferungen und das noch in diesem Jahr vorgesehene GF300-Radar.

Quellen

  • Franceinfo: Französische Waffen für die ukrainische Luftverteidigung
  • Élysée: Gemeinsame Erklärung Frankreichs und der Ukraine vom 14. Juli 2026
  • Élysée: Gipfel der Koalition der Willigen vom 13. Juli 2026
  • Französisches Verteidigungsministerium: Unterstützung für die Ukraine

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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