Politik & Gesellschaft

Frankreich startet dritte Runde des Sozialleasings für Elektroautos

Seit dem 16. Juli 2026 können einkommensschwache Haushalte wieder Elektroautos zu staatlich geförderten Konditionen leasen. Das Programm umfasst mindestens 50.000 Fahrzeuge und ist mit 401 Millionen Euro ausgestattet.

Paris – 16.07.2026: Frankreich hat die dritte Ausgabe seines Sozialleasings für Elektroautos gestartet. Anspruchsberechtigte Haushalte können seit Donnerstag bei zugelassenen Händlern und Leasingunternehmen ein Fahrzeug reservieren, solange Kontingente verfügbar sind. Das Programm soll mindestens 50.000 weiteren Haushalten den Umstieg auf ein batterieelektrisches Neufahrzeug ermöglichen. Die staatliche Finanzierung beträgt 401 Millionen Euro.

Das Angebot richtet sich an Volljährige mit Wohnsitz in Frankreich, deren steuerliches Referenzeinkommen je Haushaltsanteil höchstens 16.880 Euro beträgt. Zusätzlich muss das Fahrzeug für den Arbeitsweg oder die berufliche Mobilität benötigt werden. Voraussetzung ist entweder eine Entfernung von mehr als zehn Kilometern zwischen Wohnung und Arbeitsort oder eine beruflich bedingte Fahrleistung von mehr als 8.000 Kilometern im Jahr.

Die monatliche Rate darf, abgesehen von optionalen Zusatzleistungen, 200 Euro nicht übersteigen; eine Anzahlung ist nicht vorgesehen. Jeder beteiligte Anbieter muss mindestens ein Viertel seines anfänglichen Angebots für weniger als 140 Euro monatlich bereitstellen. Nach Angaben von Franceinfo beginnen einzelne Angebote bei 94 Euro im Monat. Die Verträge müssen mindestens drei Jahre laufen und eine Jahresfahrleistung von wenigstens 15.000 Kilometern ohne Mehrkosten einschließen.

Das Sozialleasing ist kein Kaufzuschuss, sondern eine staatlich gestützte Langzeitmiete, die mit oder ohne Kaufoption abgeschlossen werden kann. Damit unterscheidet sich das Instrument von früheren Prämien für den unmittelbaren Fahrzeugerwerb. Die Auswahl der Fahrzeuge ist an technische und ökologische Vorgaben gebunden. Besonders gefördert werden Modelle, deren Fahrzeug, Batterie und Motor in Europa hergestellt werden.

Die Regierung verbindet das Programm mit industrie- und energiepolitischen Zielen. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge soll die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen verringern und zugleich die Nachfrage nach europäischer Wertschöpfung stärken. Die Förderung konzentriert sich daher auf Haushalte, die wegen ihrer Arbeitswege besonders auf ein Auto angewiesen sind und für die der Kauf eines neuen Elektrofahrzeugs regelmäßig unerschwinglich bleibt.

Die beiden vorangegangenen Runden haben nach Regierungsangaben bereits 100.000 einkommensschwachen Haushalten Zugang zu einem Elektroauto verschafft. Mit der Neuauflage wird das Instrument verstetigt, bleibt aber mengenmäßig begrenzt. Anders als ein allgemeiner Preisnachlass verbindet es soziale Zugangskriterien, berufliche Nutzungsanforderungen und industriepolitische Vorgaben. Ob die vorgesehenen 50.000 Verträge rasch vergeben werden, hängt nun von den konkreten Modellangeboten und den Kapazitäten der teilnehmenden Anbieter ab.

Quellen

  • info.gouv.fr
  • Ministere de l'Economie
  • ADEME
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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