Gesundheit

Frankreich startet Impfkampagne gegen Grippe und Covid-19

Frankreich bietet seit dem 13. Oktober wieder Impfungen gegen Grippe und Covid-19 an. Vorrang haben ältere und besonders gefährdete Menschen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen.

Paris – 13.10.2026: Frankreich hat am Dienstag die gemeinsame Impfkampagne gegen saisonale Grippe und Covid-19 begonnen. In den meisten Landesteilen läuft sie bis zum 31. Januar 2027. In Mayotte begann die Kampagne bereits im September, während für La Réunion wegen des dortigen saisonalen Verlaufs ein eigener Kalender gilt. Die Behörden wollen vor allem schwere Krankheitsverläufe verhindern und die Kliniken im Winter entlasten.

Die Empfehlung richtet sich vorrangig an Menschen ab 65 Jahren, Schwangere, Personen mit geschwächtem Immunsystem und chronisch Erkrankte. Dazu zählen unter anderem Menschen mit Atemwegs-, Herz-, Nieren- oder neurologischen Erkrankungen, Diabetes und bestimmten Krebserkrankungen. Auch Menschen mit schwerer Adipositas sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und anderen medizinisch-sozialen Einrichtungen gehören zu den Zielgruppen.

Die Grippeimpfung wird zudem Personen empfohlen, die regelmäßig Kontakt zu besonders gefährdeten Säuglingen oder immungeschwächten Menschen haben. Für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich soll sie das eigene Erkrankungsrisiko senken und Übertragungen auf gefährdete Patientinnen und Patienten begrenzen. Während der ersten vier Wochen werden die besonders gefährdeten Gruppen bevorzugt versorgt.

Beide Impfungen können bei demselben Termin verabreicht werden, allerdings an unterschiedlichen Körperstellen. Werden sie getrennt vorgenommen, ist nach Angaben der Krankenversicherung kein Mindestabstand erforderlich. Die Covid-19-Impfung ist bei Ärztinnen und Ärzten, in Apotheken sowie bei Pflegefachkräften und Hebammen erhältlich. Ein besonderer Berechtigungsnachweis ist dafür nicht nötig.

Nach einer vorherigen Infektion oder Impfung soll bei der Covid-19-Auffrischung in der Regel ein Abstand von sechs Monaten eingehalten werden. Für immungeschwächte Menschen und Personen ab 80 Jahren verkürzt sich diese Frist auf drei Monate. Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten des Covid-19-Impfstoffs vollständig; für die Verabreichung gelten die üblichen Erstattungsregeln.

Für die Grippeimpfung erhalten die meisten Risikopersonen einen Kostenübernahmeschein der Assurance Maladie. Der Impfstoff wird für sie vollständig erstattet. Wer keinen Schein erhalten oder ihn verloren hat, kann ihn sich in einer Arztpraxis oder Apotheke sowie von einer Pflegefachkraft oder Hebamme ausstellen lassen. Auch gesunde Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 17 Jahren können geimpft werden, für sie wird der Impfstoff jedoch nur teilweise erstattet.

Der Kampagne ging eine schwere Grippesaison 2025/2026 voraus. Nach Angaben der Assurance Maladie gab es rund 115.000 Notaufnahmebesuche wegen Grippe oder grippeähnlicher Beschwerden und etwa 24.000 anschließende Klinikaufnahmen. Während der Epidemie wurden rund 12.140 Todesfälle registriert. Ergänzend zur Impfung empfehlen die Behörden bei Atemwegssymptomen regelmäßiges Händewaschen, gründliches Lüften und in Situationen mit erhöhtem Übertragungsrisiko das Tragen einer Maske.

Quellen

  • Franceinfo: Impfkampagne gegen Grippe und Covid-19
  • Assurance Maladie: Grippeimpfung 2026–2027
  • Assurance Maladie: Covid-19-Impfkampagne
  • Französisches Gesundheitsministerium: Schutz vor Atemwegsinfektionen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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