Paris – 22.09.2026: Die französische Regierung verlängert ihre Kraftstoffhilfe für Berufstätige mit hoher Fahrleistung und erweitert den Kreis der potenziell Berechtigten auf 5,5 Millionen Menschen. Energieministerin Maud Bregeon stellte die Maßnahme am Dienstag in Paris vor. Das bisherige Programm war nach Regierungsangaben auf rund drei Millionen Menschen zugeschnitten.
Die Ankündigung folgt auf einen erneuten Anstieg der Preise an den Zapfsäulen. Die Regierung verweist auf Störungen wichtiger Öltransporte im Nahen Osten und Engpässe bei der Raffination. Für Haushalte, die auf dem Land oder am Rand der Ballungsräume leben, lassen sich längere Arbeitswege häufig kaum ohne eigenes Auto bewältigen. Steigende Benzin- und Dieselpreise belasten sie deshalb unmittelbar.
Das bisherige Programm sah eine pauschale Zahlung von 100 Euro vor. Sie sollte einen Teil der Mehrkosten über sechs Monate ausgleichen und entsprach nach der Berechnung des Wirtschaftsministeriums bei durchschnittlichem Verbrauch etwa 20 Cent je Liter. Beantragen konnten die Hilfe bislang einkommensschwächere Erwerbstätige, die täglich mindestens 30 Kilometer für Hin- und Rückweg zum Arbeitsplatz fahren oder beruflich mehr als 8.000 Kilometer im Jahr zurücklegen.
Mit der Ausweitung vergrößert die Regierung die soziale und politische Reichweite des Instruments erheblich. Sie hält jedoch am Prinzip einer gezielten Entlastung fest, anstatt die Verbrauchsteuern allgemein zu senken oder einen Preisdeckel einzuführen. Berücksichtigt werden sollen vor allem Menschen, deren Erwerbstätigkeit in besonderem Maße vom Auto abhängt. Eine Förderung sämtlicher Autofahrer unabhängig von Einkommen und Fahrleistung ist nicht vorgesehen.
Bereits Anfang September hatte die Regierung die Antragsfrist für die bestehende Regelung bis zum 30. September 2026 verlängert. Zu diesem Zeitpunkt waren nach ihren Angaben 1,4 Millionen Anträge eingegangen. Mehr als 1,5 Millionen potenziell Berechtigte hatten die Unterstützung noch nicht beantragt. Die neue Ankündigung geht damit über eine bloße Verlängerung des Antragsfensters hinaus.
Parallel führt der Staat Hilfen für besonders energieabhängige Wirtschaftszweige fort. Für Landwirtschaft, Fischerei und Bauwirtschaft wurden Unterstützungen für September und Oktober beschlossen. Unterschiedliche Fördersätze je Liter sollen der jeweiligen Abhängigkeit von Diesel und anderen Kraftstoffen Rechnung tragen. Für den Staat entstehen dadurch zusätzliche Ausgaben in einer ohnehin angespannten Haushaltslage.
Noch nicht vollständig veröffentlicht sind die Einkommensgrenzen, Mindestfahrleistungen und Auszahlungsmodalitäten für den erweiterten Empfängerkreis. Von diesen Regeln hängt ab, wie viele der angekündigten 5,5 Millionen Menschen die Hilfe tatsächlich erhalten können. Die bisherige Frist für das bestehende Programm endet am 30. September 2026.
Quellen
- Franceinfo
- Französisches Wirtschaftsministerium
- Französische Regierung
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).