Paris – 19.08.2026: Rund drei Millionen Familien in Frankreich erhalten in diesen Tagen die Beihilfe zum Schuljahresbeginn. Die einkommensabhängige Leistung soll Ausgaben für Hefte, Schreibwaren, Kleidung und andere Anschaffungen abfedern, die vor der Rückkehr in die Klassenzimmer anfallen. Zuständig sind die Familienkasse CAF und, bei Beschäftigten in der Landwirtschaft, die Sozialversicherung MSA.
Im französischen Mutterland sowie in Guadeloupe, Französisch-Guayana und Martinique begann die Auszahlung am 18. August. Auf La Réunion und Mayotte wurde das Geld bereits am 4. August angewiesen. Wann der Betrag auf dem Konto erscheint, hängt von der Bearbeitungszeit der jeweiligen Bank ab.
Die Höhe richtet sich nach dem Alter des Kindes. Für Sechs- bis Zehnjährige werden 426,87 Euro gezahlt, für Elf- bis Vierzehnjährige 450,41 Euro. Bei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren beträgt die Beihilfe 466,02 Euro je Kind. Die Sätze wurden gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent angehoben.
Maßgeblich für den Anspruch sind die Einkünfte des Haushalts aus dem Jahr 2024. Bei einem Kind liegt die Obergrenze bei 28.956 Euro, bei zwei Kindern bei 35.638 Euro. Für drei Kinder gelten 42.320 Euro, für vier 49.002 Euro. Mit jedem weiteren Kind steigt der Grenzwert um 6.682 Euro. Wird die Grenze nur geringfügig überschritten, kann eine entsprechend gekürzte Beihilfe gewährt werden.
Für Kinder zwischen sechs und 15 Jahren erfolgt die Zahlung gewöhnlich automatisch, sofern die Angaben bei der CAF vollständig und aktuell sind. Besucht ein jüngeres Kind bereits die erste Klasse, müssen die Eltern eine Schulbescheinigung einreichen. Bei 16- bis 18-Jährigen ist online zu bestätigen, dass sie weiterhin zur Schule gehen oder eine Ausbildung absolvieren.
Anspruchsberechtigt sind grundsätzlich Kinder, die zwischen dem 16. September 2008 und dem 31. Dezember 2020 geboren wurden und die übrigen Bedingungen erfüllen. Für Familien mit mehreren berechtigten Kindern wird der jeweilige Betrag einzeln berechnet und anschließend als Gesamtsumme überwiesen.
Eine Untersuchung der nationalen Familienkasse zeigt, wofür die Unterstützung eingesetzt wird: 98 Prozent der befragten Empfängerhaushalte verwendeten sie unter anderem für Schulmaterial. Dafür gaben die Familien im Durchschnitt 146 Euro je Kind und Jahr aus. Hinzu kommen je nach Alter und Schule weitere Kosten, etwa für Kleidung oder besondere Ausstattung. Die Überweisung erfolgt deshalb mehrere Wochen vor dem Unterrichtsbeginn, wenn viele Haushalte ihre Einkäufe für das neue Schuljahr bündeln.
Quellen
- Franceinfo
- Caisse nationale des allocations familiales
- Ministerium für nationale Bildung
- Service-Public.fr
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).