Wirtschaft

Frankreichs Gas-Referenzpreis dürfte im November um 6,6 Prozent steigen

Für französische Haushalte mit indexierten Gasverträgen zeichnet sich zum 1. November ein weiterer Preisanstieg ab. Die Regulierungsbehörde will den neuen Referenzwert am 12. Oktober bekannt geben.

Paris – 10.10.2026: Der französische Gas-Referenzpreis dürfte zum 1. November erneut deutlich steigen. Nach Informationen von France Télévisions ist ein durchschnittlicher Anstieg um 6,6 Prozent zu erwarten. Die Energie-Regulierungsbehörde CRE will den neuen Wert am 12. Oktober veröffentlichen. Bis dahin handelt es sich um eine Prognose, nicht um einen amtlich bestätigten Preis.

Der Referenzpreis ist kein Tarif, den Haushalte direkt abschließen können. Die CRE veröffentlicht ihn monatlich als Orientierung für die Kosten der Gasversorgung. Anbieter können ihre Angebote daran ausrichten, sind dazu aber nicht verpflichtet. Seit dem Ende der staatlich regulierten Gastarife am 30. Juni 2023 soll der Wert Verbrauchern helfen, marktübliche Angebote miteinander zu vergleichen.

Bereits zum 1. Oktober stieg der durchschnittliche Referenzpreis nach Angaben der CRE um 6,3 Prozent einschließlich Steuern auf 182,88 Euro je Megawattstunde. Als Grund nannte die Behörde höhere Großhandelspreise im August. Für einen Haushalt mit einem entsprechend indexierten Vertrag veranschlagte sie die durchschnittlichen Mehrkosten im Oktober auf 5,28 Euro einschließlich Steuern. Wie stark die Rechnung tatsächlich steigt, hängt jedoch vom Verbrauch, von der Grundgebühr und von der Preisformel des jeweiligen Vertrags ab.

Eine weitere Anhebung zum 1. November würde vor allem Kunden mit variablen Angeboten treffen. Bei ihnen verändert sich der Arbeitspreis nach der vertraglich festgelegten Formel, häufig in Anlehnung an den Referenzwert. Ein Festpreisvertrag schützt während der vereinbarten Laufzeit vor Änderungen des Energiepreises. Er ist dennoch nicht zwangsläufig günstiger: Auch Ausgangspreis, Vertragsdauer, Grundgebühr und Jahresverbrauch bestimmen die Gesamtkosten.

Der nationale Energie-Mediator empfiehlt, vor einem Wechsel den Preis je Kilowattstunde einschließlich Steuern, den jährlichen Grundpreis und die Regeln für spätere Anpassungen zu prüfen. Sein unabhängiger Vergleichsdienst stellt die am jeweiligen Wohnort verfügbaren Festpreis- und Indexangebote gegenüber. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Klauseln, die sich auf Großhandelspreise oder andere schwankende Größen beziehen. Leichter nachvollziehbar sind Anpassungen, die an veröffentlichte Referenzwerte gebunden sind.

Privatkunden können den Gaslieferanten in Frankreich grundsätzlich jederzeit und ohne Wechselgebühr wechseln. Üblicherweise schließt der Kunde den neuen Vertrag ab, während der neue Anbieter die Kündigung übernimmt. Für einen belastbaren Vergleich sollten die letzte Jahresabrechnung und der tatsächliche Jahresverbrauch herangezogen werden. Erst die für den 12. Oktober angekündigte Veröffentlichung der CRE schafft eine amtliche Grundlage für den Novemberwert.

Quellen

  • France Télévisions und Franceinfo
  • Commission de régulation de l'énergie
  • Médiateur national de l'énergie
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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