Paris – 02.10.2026: Frankreichs Lebensversicherer haben im August 2026 weiter frisches Geld angezogen, allerdings deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Die Nettozuflüsse beliefen sich auf zwei Milliarden Euro, wie der Branchenverband France Assureurs am 1. Oktober mitteilte. Im August 2025 hatte der Überschuss aus Einzahlungen und Auszahlungen noch 3,9 Milliarden Euro betragen. Damit hat sich der monatliche Zufluss binnen eines Jahres nahezu halbiert.
Die Einzahlungen in Lebensversicherungsverträge erreichten im August 11,5 Milliarden Euro. Das waren sechs Prozent weniger als im außergewöhnlich starken Vorjahresmonat. Zugleich stiegen die Leistungen der Versicherer um 15 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Dazu zählen unter anderem Auszahlungen nach Vertragskündigungen oder Todesfällen. Die Kombination aus geringeren Einzahlungen und höheren Leistungen drückte den Nettozufluss.
Für die ersten acht Monate des Jahres fällt die Bilanz dennoch deutlich positiv aus. Von Januar bis Ende August sammelten die Anbieter netto 43,5 Milliarden Euro ein, 6,9 Milliarden Euro mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Die gesamten Einzahlungen beliefen sich auf 138,7 Milliarden Euro und lagen damit sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Der schwächere August bremst den bisherigen Jahresverlauf, kehrt ihn aber nicht um.
Fast der gesamte Nettozufluss im August entfiel auf fondsgebundene Vertragsanteile. Sie steuerten 1,9 Milliarden Euro bei, während klassische Euro-Anlagen auf 0,2 Milliarden Euro kamen. Fondsgebundene Anlagen machten 37 Prozent der Einzahlungen im August aus; seit Jahresbeginn beträgt ihr Anteil 40 Prozent. Ihr Wert hängt von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab, weshalb Sparer Verluste tragen können. Euro-Anlagen bieten demgegenüber in der Regel eine Kapitalgarantie des Versicherers, werfen aber häufig geringere Erträge ab.
Der Bestand sämtlicher französischer Lebensversicherungsverträge erreichte Ende August 2.171 Milliarden Euro. Binnen eines Jahres nahm er um 117 Milliarden Euro oder 5,7 Prozent zu. Nach Angaben von France Assureurs wird der überwiegende Teil des verwalteten Kapitals innerhalb der Europäischen Union investiert. Lebensversicherungen dienen in Frankreich sowohl der langfristigen Geldanlage als auch der Vermögensübertragung und gehören zu den wichtigsten Sparprodukten privater Haushalte.
Deren Sparquote lag nach den jüngsten Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistikamts Insee im zweiten Quartal 2026 bei 17,2 Prozent des verfügbaren Einkommens. Im ersten Quartal waren es 17,9 Prozent gewesen. Insee führt den Rückgang auf steigende Konsumausgaben und eine sinkende Kaufkraft je Verbrauchseinheit zurück. Die Quote bleibt gleichwohl hoch, bestätigt aber nicht die im Ausgangshinweis genannte Größenordnung von nahezu 20 Prozent.
Quellen
- Franceinfo: Brief Eco zu Sparanlagen und Lebensversicherungen
- France Assureurs: Lebensversicherung im August 2026
- Insee: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen für das zweite Quartal 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).