Paris – 30.09.2026: Frankreichs touristische Unterkünfte haben in der Sommersaison 2026 einen Höchststand erreicht. Nach Angaben des französischen Statistikamts Insee wurden von Mai bis August 260,5 Millionen Übernachtungen in Hotels, auf Campingplätzen und in anderen Gemeinschaftsunterkünften gezählt. Das waren 2,8 Millionen oder 1,1 Prozent mehr als im bereits starken Sommer 2025.
Der Rekord fällt in eine Saison, die von Hitze, Trockenheit und Waldbränden geprägt war. Nach Angaben staatlicher Wetter- und Umweltstellen war der Sommer 2026 der heißeste in Frankreich seit Beginn der Messungen im Jahr 1900. Die Durchschnittstemperatur lag 3,6 Grad über dem langjährigen Mittel, zugleich fiel rund 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Die klimatischen Belastungen beeinflussten erkennbar die Wahl der Reiseziele.
Getragen wurde der Zuwachs von Gästen mit Wohnsitz in Frankreich. Ihre Übernachtungszahl stieg gegenüber 2025 um 1,6 Prozent und erklärt damit den gesamten Anstieg. Die Nachfrage aus dem Ausland blieb insgesamt auf Vorjahresniveau. In Hotels nahm sie leicht zu, auf Campingplätzen ging sie zurück. Mehr als zwei Drittel aller Übernachtungen entfielen auf Reisende aus dem Inland.
Campingplätze blieben mit 126,5 Millionen Übernachtungen die meistgenutzte Unterkunftsform und legten um 1,1 Prozent zu. Hotels erreichten 92 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 1,7 Prozent. Auch die Tourismusagentur Atout France registrierte eine stabile Reiselust: Mitte August gaben 84 Prozent der befragten Urlauber an, mindestens einen Aufenthalt in Frankreich unternommen zu haben. Der Anteil entsprach dem des Vorjahres.
Regional verschob sich die Nachfrage deutlich. An den Küsten des Ärmelkanals und der Nordsee stieg die Zahl der Übernachtungen um 5,6 Prozent, an der nördlichen Atlantikküste und am westlichen Ärmelkanal um 5,0 Prozent. Zusammen gewannen diese Gebiete 1,8 Millionen Übernachtungen hinzu. Während der wiederholten Hitzeperioden boten sie vielen Reisenden niedrigere Temperaturen als der Süden.
Auch die Bergregionen profitierten. Dort nahm die Zahl der Übernachtungen um 1,3 Prozent auf 45 Millionen zu. Atout France meldete für Bergunterkünfte im Juli eine um zwei Prozentpunkte höhere Auslastung als 2025. Im ländlichen Raum stieg die Nachfrage um 3,2 Prozent, während dicht bebaute Großstadtgebiete 3,9 Prozent ihrer Übernachtungen verloren.
Die stärkste regionale Einbuße verzeichnete die südliche Atlantikküste mit einem Rückgang um 2,3 Prozent. Das Statistikamt bringt die Entwicklung auch mit den zahlreichen Bränden im Juli in Verbindung. Die Mittelmeerküste blieb mit einem Plus von 0,3 Prozent nahezu stabil. Die Zahlen für Juli und August sind noch vorläufig.
Quellen
- Franceinfo
- Insee
- Atout France
- Commissariat général au développement durable
- Météo-France
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).