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Franzose berichtet über einmonatige ICE-Haft nach Visaproblem

Julien Pereira verlor nach eigener Darstellung 2025 binnen weniger Wochen seine Arbeit und sein Leben in Connecticut. Nun berichtet der frühere Tennismanager über seine einmonatige Einwanderungshaft in den USA.

Paris – 13.08.2026: Ein beruflicher Neuanfang im Tennis endete für Julien Pereira in Handschellen. Der heute 26-jährige Franzose berichtet, wie er im März 2025 an der kanadisch-amerikanischen Grenze festgenommen und anschließend einen Monat lang von den US-Einwanderungsbehörden festgehalten wurde. Aus dem Alltag eines Clubmanagers in Connecticut wurde binnen Stunden ein aufenthaltsrechtliches Verfahren, das ihn schließlich zur Rückkehr nach Frankreich zwang.

Pereira war mit 17 Jahren in die Vereinigten Staaten gegangen, um zu studieren und auf hohem Niveau Tennis zu spielen. Nach mehreren Studentenvisa, einem Bachelorabschluss und einem MBA arbeitete er in Connecticut. Ein anderer Tennisclub bot ihm eine Stelle an; nach seiner Schilderung sollte dafür ein Arbeitsvisum beantragt werden. Als sich herausstellte, dass kein gültiger Antrag im System erfasst war, riet ihm sein Anwalt zur sofortigen Ausreise.

Da er nicht umgehend einen Flug nach Frankreich fand, versuchte Pereira, nach Kanada einzureisen. Die kanadischen Behörden wiesen ihn zurück. Bei seiner Rückkehr auf die amerikanische Seite nahmen ihn US-Grenzbeamte fest. Zunächst kam er nach Champlain im Bundesstaat New York, später in Bundesgewahrsam in Batavia. Besonders belastend seien die gefesselten Transporte, der fehlende Zugang zu Telefon und Computer sowie die Ungewissheit über den Verlauf des Verfahrens gewesen.

Pereira schildert überfüllte Schlafsäle, ständig eingeschaltetes Licht und eine aus seiner Sicht unzureichende Verpflegung. Während des Monats in Haft habe er sieben Kilogramm verloren. Die Angaben beruhen auf seinem persönlichen Bericht und lassen sich nicht in allen Einzelheiten unabhängig überprüfen. Die Einwanderungsbehörde ICE verweist grundsätzlich darauf, dass ihre Einrichtungen nationale Standards erfüllen müssen, unter anderem bei medizinischer Versorgung, Kommunikation, Rechtsbeistand und Beschwerdeverfahren.

Nach rund zwei Wochen wurde Pereira nach eigenen Angaben in das privat betriebene Abschiebezentrum Otay Mesa in Kalifornien verlegt. Dort wartete er auf die abschließende Anhörung. Am 15. April 2025 durfte er die Vereinigten Staaten verlassen. Für die Auflösung seiner Wohnung, seiner Bankkonten und den Verkauf seines Autos blieb ihm nach eigener Aussage ein Monat. Auch seine beruflichen Bindungen zu Vereinen, Spielern und Familien brachen abrupt ab.

Inzwischen lebt Pereira wieder in Frankreich und arbeitet laut den vorliegenden Berichten im Vertrieb in der Region Paris. Eine Wiedereinreise in die USA ist ihm untersagt. Er bestreitet nicht, dass sein Aufenthaltsstatus ungeklärt war, kritisiert aber die Behandlung von Menschen in Einwanderungshaft. Seine Warnung an andere Auswanderer ist konkret: Ein angekündigter oder vermeintlich laufender Visaantrag ersetzt an der Grenze keinen nachweislich gültigen Aufenthaltsstatus.

Quellen

  • franceinfo
  • 20 Minutes mit Agenturbericht
  • U.S. Immigration and Customs Enforcement

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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