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Fremdenlegionär in Kolumbien entführt

Ein kolumbianischer Soldat der französischen Fremdenlegion ist im Département Nariño verschleppt worden. Die Behörden prüfen eine Beteiligung von Dissidenten der früheren Farc-Guerilla.

Nariño – 28.08.2026: Ein Angehöriger der französischen Fremdenlegion ist im Südwesten Kolumbiens entführt worden. Nach Angaben der kolumbianischen Armee wurde José Olger Melo Charry bereits am 6. August im Département Nariño verschleppt. Die Sicherheitskräfte machten den Fall am 27. August öffentlich. Über den Aufenthaltsort des Soldaten gibt es bislang keine bestätigten Angaben.

Melo Charry ist kolumbianischer Staatsbürger und hielt sich nach übereinstimmenden Medienberichten während eines genehmigten Urlaubs in seinem Herkunftsland auf. Auf einer Straße in der bergigen Grenzregion zu Ecuador sollen bewaffnete Männer eine illegale Kontrollstelle errichtet und ihn dort angehalten haben. Anschließend nahmen sie den Soldaten mit. Wie viele Männer an der Entführung beteiligt waren und wohin sie ihn brachten, teilten die Behörden nicht mit.

Die Ermittler prüfen eine mögliche Beteiligung der bewaffneten Struktur Franco Benavides. Sie wird Dissidenten der früheren Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, kurz Farc, zugerechnet. Teile der Guerilla hatten das Friedensabkommen von 2016 abgelehnt oder später erneut zu den Waffen gegriffen. Eine abschließende Zuordnung der Entführung zu dieser oder einer anderen Gruppe liegt bislang jedoch nicht vor.

Nariño gehört zu den kolumbianischen Regionen, in denen mehrere bewaffnete Organisationen und kriminelle Netzwerke um Einfluss ringen. Die Nähe zur ecuadorianischen Grenze, schwer zugängliche Gebiete und Routen des Drogenhandels erschweren die staatliche Kontrolle. Frankreichs Außenministerium warnt in seinen Reisehinweisen für Kolumbien vor Entführungen, bewaffneten Auseinandersetzungen und organisierter Kriminalität in mehreren Landesteilen. Für Teile von Nariño gelten besonders strenge Sicherheitsempfehlungen.

Nach Angaben französischer Medien dient Melo Charry seit vier Jahren in der französischen Armee und trägt den Dienstgrad eines Korporals. Ob seine Zugehörigkeit zur Fremdenlegion den Entführern bereits vor der Tat bekannt war oder erst während der Gefangennahme festgestellt wurde, ist nicht verlässlich geklärt. Öffentlich bestätigte Forderungen der Täter liegen ebenso wenig vor wie ein Lebenszeichen des Verschleppten.

Die Ermittlungen werden von den kolumbianischen Behörden geführt, da die Tat auf ihrem Staatsgebiet geschah und der Entführte kolumbianischer Staatsbürger ist. Seine Tätigkeit für die französische Armee gibt dem Fall zugleich eine konsularische und sicherheitspolitische Bedeutung für Frankreich. Französische Stellen äußerten sich zunächst zurückhaltend. Die kolumbianische Armee bestätigte bis zum 28. August weder einen Kontakt zu den Entführern noch eine konkrete Lösegeldforderung.

Quellen

  • Franceinfo
  • TF1 Info mit Agence France-Presse
  • Caracol Radio
  • Französisches Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten
  • Kolumbianische Armee

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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