Wirtschaft

Pasqal startet mit 360 Millionen Dollar am Nasdaq

Der französische Quantencomputer-Spezialist Pasqal hat seine Fusion mit Bleichroeder abgeschlossen. Nach dem Zusammenschluss verfügt das Unternehmen nach eigenen Angaben über rund 360 Millionen Dollar und geht am 28. August in New York an die…

Paris – 28.08.2026: Der französische Quantencomputer-Spezialist Pasqal geht an die New Yorker Börse. Die Aktien der neu geschaffenen Pasqal Holding SA sollen am Freitag, 28. August 2026, erstmals am Nasdaq unter dem Kürzel PSQL gehandelt werden. Für die zugehörigen Optionsscheine ist das Kürzel PSQLW vorgesehen. Dem Börsendebüt ging am 27. August der Abschluss der Fusion mit Bleichroeder Acquisition Corp. II voraus.

Nach Angaben des Unternehmens stehen Pasqal infolge der Transaktion rund 360 Millionen US-Dollar an Liquidität zur Verfügung. Die Summe stammt aus dem Zusammenschluss mit der börsennotierten Zweckgesellschaft und ist daher nicht mit einer klassischen Kapitalerhöhung am ersten Handelstag gleichzusetzen. Pasqal will damit den weltweiten Einsatz seiner Quantencomputersysteme finanzieren, die technische Entwicklung beschleunigen und den Vertrieb ausbauen.

Die Aktionäre von Bleichroeder hatten der Fusion und den damit verbundenen Beschlüssen am 25. August zugestimmt. Nach mehreren rechtlichen Schritten wurde aus der bisherigen Pasqal Holding SAS die börsennotierte Pasqal Holding SA. Die Aktien, Optionsscheine und Einheiten von Bleichroeder sollen nicht weiter gehandelt werden. Über die ehemalige Börsenhülle erhält Pasqal damit direkten Zugang zum amerikanischen Kapitalmarkt.

Das Unternehmen entwickelt Quantencomputer auf der Grundlage neutraler Atome. Einzelne Atome werden dabei mit Lasern eingefangen, angeordnet und als Recheneinheiten verwendet. Pasqal will das neue Kapital unter anderem in die Produktion und Auslieferung seiner Quantenprozessoren investieren. Hinzu kommen der Ausbau von Cloud- und Softwareangeboten sowie die Verknüpfung der Quantensysteme mit leistungsfähigen herkömmlichen Rechnern.

Der Kapitalbedarf in der Branche ist erheblich: Quantencomputer versprechen Vorteile bei bestimmten hochkomplexen Rechenaufgaben, befinden sich jedoch weiterhin in einer frühen Phase der wirtschaftlichen Nutzung. Forschung, Fertigung und Fehlerkontrolle verlangen langfristige Investitionen, während belastbare Geschäftsmodelle erst entstehen. Pasqal setzt darauf, seine Systeme ergänzend zu klassischen Hochleistungsrechnern einzusetzen. Als Partner und Kunden nennt das Unternehmen unter anderem Crédit Agricole CIB, CMA CGM, OVHcloud, Thales und IBM.

Mit der Notierung in New York gewinnt Pasqal finanziellen Spielraum, steht aber zugleich unter den Transparenz- und Berichtspflichten des amerikanischen Kapitalmarkts. Investoren werden daran messen, wie rasch das Unternehmen aus technologischen Fortschritten verlässliche Erlöse entwickelt und seine Systeme bei Kunden in den praktischen Betrieb bringt.

Die neue Gesellschaft wird von einem neunköpfigen Verwaltungsrat begleitet. Den nicht geschäftsführenden Vorsitz übernimmt Pasqal-Mitgründer Alain Aspect, der 2022 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde. Dem Gremium gehören nach Unternehmensangaben auch Barbara Dalibard und Michel Combes an. Pasqal beschäftigt rund 300 Menschen; der französische Sitz befindet sich in Palaiseau im Département Essonne.

Quellen

  • Franceinfo vom 28. August 2026
  • Pasqal-Unternehmensmitteilung vom 27. August 2026
  • Pasqal: Informationen für Investoren
  • AFP über Boursorama vom 28. August 2026

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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