Paris – 18.09.2026: Gabriel Attal, Präsidentschaftskandidat der Partei Renaissance, tritt am Sonntag, dem 20. September 2026, in der Sendung "Franc-Jeu" bei France 2 auf. Moderator Benjamin Duhamel befragt dort Politikerinnen und Politiker, die sich an der Debatte über Frankreichs Zukunft beteiligen. Der Sender kündigte Attal als Gast der kommenden Ausgabe an.
Der frühere Premierminister hatte seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2027 am 22. Mai im südfranzösischen Mur-de-Barrez erklärt. Zugleich führt der 37-Jährige Renaissance als Generalsekretär und steht der Fraktion Ensemble pour la République in der Nationalversammlung vor. Der Fernsehauftritt gehört zu einer Kampagne, die auf seine hohe Bekanntheit setzt, zugleich aber um politische Eigenständigkeit ringen muss.
Renaissance war das zentrale politische Instrument von Präsident Emmanuel Macron, dessen zweite und verfassungsrechtlich letzte Amtszeit 2027 endet. Attal muss sich deshalb zu einer Regierungsbilanz verhalten, die er selbst mitgeprägt hat. Er versucht, Kontinuität und Erneuerung miteinander zu verbinden, ohne allein als Sachwalter des seit 2017 regierenden Lagers wahrgenommen zu werden.
Zu seinen bisherigen Schwerpunkten gehören die Bildungs- und Europapolitik. Attal verbindet die Forderung nach besseren schulischen Leistungen mit dem Versprechen langfristiger Planbarkeit für Lehrkräfte und Schulen. Für Europa wirbt er für eine engere Zusammenarbeit einer begrenzten Gruppe von Mitgliedstaaten. In der Fernsehsendung dürfte es darum gehen, solche Positionen zu einem erkennbaren politischen Angebot zu verdichten.
Im politischen Zentrum konkurriert Attal vor allem mit Édouard Philippe. Der frühere Premierminister und Vorsitzende der Partei Horizons wirbt ebenfalls um gemäßigte und konservative Wähler. Philippe stützt sich auf seine kommunale Verankerung als Bürgermeister von Le Havre. Attal verfügt dagegen über die Strukturen von Renaissance und seine Führungsrolle in der Nationalversammlung.
Der Wettbewerb um die Nachfolge Macrons hat ungewöhnlich früh begonnen. Mehrere Politiker haben ihre Ambitionen öffentlich gemacht oder bereits Kampagnenstrukturen aufgebaut. Zugleich beeinflussen der Rassemblement National und La France insoumise die strategischen Entscheidungen der übrigen Lager. Bis zur ersten Runde der Präsidentschaftswahl kann sich das Bewerberfeld jedoch noch verändern.
"Franc-Jeu" ist ein journalistisches Gesprächsformat und keine förmliche Kandidatenrunde. Für Attal bietet die Sendung dennoch eine landesweite Bühne, während Renaissance den Wahlkampf organisatorisch ausbaut. Anfang September stellte er ein neues Kampagnenteam vor. Die Kommunikation übernahm die frühere Judoka und Journalistin Céline Géraud.
Quellen
- Franceinfo
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).