Politik & Gesellschaft

Geffray verspricht schnellere Vertretungen für fehlende Lehrer

Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray reagiert auf Schülerproteste mit einem Aktionsplan für schnellere Lehrervertretungen. Konkrete Maßnahmen und ein Zeitplan blieben zunächst offen.

Paris – 02.10.2026: Frankreichs Bildungsminister Édouard Geffray hat einen Aktionsplan angekündigt, der die Vertretung ausfallender Lehrkräfte beschleunigen soll. Die Erklärung folgte auf Gespräche mit Schülervertretungen in Paris, während Proteste und Blockaden den Betrieb an zahlreichen Gymnasien beeinträchtigten. Geffray versicherte den Jugendlichen, ihre Anliegen würden gehört und geprüft. Einzelheiten zu dem Plan nannte das Ministerium zunächst nicht.

Ausfallende Unterrichtsstunden gehören zu den zentralen Kritikpunkten der protestierenden Jugendlichen. Schülerorganisationen erklärten nach dem Treffen, es fehle weiterhin an Zusagen, die unmittelbar wirksam würden. Sie riefen deshalb dazu auf, die Mobilisierung fortzusetzen. Geffray kündigte seinerseits einen geregelten Dialog an: Schulleitungen sollen bei Bedarf die Gremien der Schülervertretungen einberufen.

Auch die regionalen Bildungsbehörden sollen innerhalb von 48 Stunden ihre Schülervertretungen zusammenrufen. Außerdem sollen die Verwaltungsräte der Gymnasien in außerordentlichen Sitzungen mit Vertretern des Personals, der Schüler, der Eltern und der Kommunalpolitik über Probleme vor Ort beraten. Für den 5. Oktober 2026 stellte Geffray eine landesweite Onlineplattform in Aussicht, über die Jugendliche ihre Forderungen und Sorgen einreichen können.

Für den Ersatz fehlender Lehrkräfte bestehen bereits mehrere Instrumente. Bei Ausfällen von weniger als 15 Tagen sollen Schulen den Unterricht grundsätzlich mit eigenem Personal absichern. Freiwillige Lehrkräfte können dazu zusätzliche Stunden übernehmen; die Schulleitung organisiert diese Einsätze in einem jährlichen Vertretungsplan. Aufsichtskräfte dürfen digitale Lerneinheiten begleiten, ersetzen jedoch keinen Fachunterricht.

Seit 2023 wird dieses Verfahren über den sogenannten Lehrer-Pakt finanziell gefördert. Lehrkräfte können sich für neun oder 18 Stunden kurzfristiger Vertretung verpflichten; für 18 Stunden sind 1.250 Euro brutto vorgesehen. Reichen diese Kapazitäten nicht aus, kommen bezahlte Mehrarbeitsstunden infrage. Bei Ausfällen ab 15 Tagen werden vor allem Lehrkräfte mit regionalem Vertretungsauftrag sowie befristet oder unbefristet beschäftigte Vertragslehrkräfte eingesetzt.

Geffrays Vorstoß zielt damit eher auf schnellere und verbindlichere Abläufe als auf ein grundlegend neues Instrument. Längere Ausfälle zu kompensieren bleibt schwierig, weil verfügbare Fachkräfte, Unterrichtsfächer und Schulstandorte zusammenpassen müssen. Offen ist, ob der Plan zusätzliche Stellen, neue digitale Verfahren oder verbindliche Vorgaben für die regionalen Behörden vorsieht.

Der Konflikt begleitet die Debatte über den Bildungshaushalt 2027. Geffray bezifferte dessen geplanten Zuwachs am 1. Oktober auf 1,2 Milliarden Euro; der Etat soll demnach auf etwas mehr als 64 Milliarden Euro steigen. Zugleich sind 1.588 Stellenstreichungen vorgesehen, überwiegend an Grundschulen. Die Schülerverbände halten die bisherigen Antworten für unzureichend und wollen ihre Proteste fortsetzen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Monde
  • Ministerium für nationale Bildung: Eduscol
  • Ministerium für nationale Bildung
  • AFP via TV5Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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