Paris – 22.10.2026: Nach Gesprächen mit Premierminister Sébastien Lecornu in Matignon verschärfen die französischen Gewerkschaften ihren Kurs. Für Samstag, den 24. Oktober, sind erneut Demonstrationen angekündigt. Die CGT erklärte, sie werde junge Menschen und Beschäftigte bei friedlichen Kundgebungen unterstützen, sofern vor Ort entsprechende Aufrufe und organisatorische Strukturen bestehen. Im Zentrum der Proteste stehen die Kaufkraft, höhere Löhne und zusätzliche Mittel für das Bildungswesen.
Das Treffen am Mittwoch, dem 21. Oktober, dauerte nach übereinstimmenden Berichten rund zweieinhalb Stunden. Vertreten waren die großen Gewerkschaftsverbände CFDT, CGT, Force Ouvrière, CFTC, CFE-CGC, UNSA und FSU. Sie verlangten von der Regierung konkrete Antworten auf steigende Lebenshaltungskosten, stagnierende Einkommen und die angespannte Lage der öffentlichen Dienste. Hinzu kommen Forderungen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, die bessere Unterrichtsbedingungen und mehr Personal an den Schulen verlangen.
CGT-Generalsekretärin Sophie Binet bewertete die Beratungen als unzureichend. Nach Darstellung ihrer Organisation kündigte die Regierung weder unmittelbare Maßnahmen an noch nannte sie einen Termin für Gespräche mit Jugendorganisationen. Die CGT will deshalb am 5. November Versammlungen in Betrieben und Verwaltungen fördern. Dort sollen die Beschäftigten darüber beraten, ob sie sich an Streiks beteiligen und die Protestbewegung ausweiten. Für denselben Tag hat die gewerkschaftliche Koordinierung bereits zu Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen aufgerufen.
Auch Force Ouvrière erklärte nach dem Treffen, greifbare Zusagen seien ausgeblieben. Der Verband fordert Lohnerhöhungen im privaten und öffentlichen Sektor, eine Begrenzung der Preise für Güter des täglichen Bedarfs und eine bessere Ausstattung öffentlicher Einrichtungen. Bei den bildungspolitischen Anliegen verweist die Gewerkschaft unter anderem auf den Zustand von Schulgebäuden, die Lernbedingungen und den Zugang zu Hochschulstudiengängen.
Die Demonstrationen am 24. Oktober und der Aktionstag am 5. November haben allerdings einen unterschiedlichen Charakter. Am Samstag will die CGT örtliche Proteste unterstützen, die vor allem von jungen Menschen und Beschäftigten getragen werden. Für November streben die Gewerkschaften dagegen eine breitere Mobilisierung in Unternehmen und Verwaltungen an. Wo am Samstag Kundgebungen stattfinden, richtet sich nach örtlichen Aufrufen und den Vorgaben der Behörden.
Das Treffen in Matignon hat den sozialen Konflikt somit nicht entschärft. Die Gewerkschaften halten an ihren Forderungen nach höheren Einkommen und besser finanzierten öffentlichen Diensten fest; die Jugendbewegung verlangt zusätzliche Mittel für Schulen. Als nächste feststehende Etappen folgen die Demonstrationen am 24. Oktober und der gewerkschaftliche Aktionstag am 5. November.
Quellen
- Franceinfo
- CGT
- Force Ouvrière
- Public Sénat
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).