Bordeaux – 29.07.2026: Beim Kampf gegen das Großfeuer in der Gironde sind am Dienstag, dem 28. Juli, insgesamt 14 Brandstellen wieder aufgeflammt. Präfektin Sophie Brocas erklärte am Abend dennoch, der Brand gelte weiterhin als stabilisiert. Die Feuerwehr brachte die neuen Feuer unter Kontrolle, während sich die Wetterbedingungen im Tagesverlauf erneut verschärften. Der Waldbrand war am 22. Juli nahe Saumos ausgebrochen und hatte sich westlich von Bordeaux ausgebreitet.
Nach Angaben der Behörden wurden durch die Brände in der Gironde und im benachbarten Département Landes bislang rund 42.000 Hektar zerstört. Stabilisiert bedeutet jedoch nicht gelöscht: In verkohlten oder schwer zugänglichen Waldgebieten können Glutnester unter der Oberfläche fortbestehen. Kräftiger Wind und ausgetrocknete Vegetation können sie erneut entfachen und binnen kurzer Zeit neue Brandfronten entstehen lassen.
Für Mittwoch, den 29. Juli, sagte Météo-France in Teilen der Gironde und des Départements Landes Höchsttemperaturen von bis zu 42 Grad Celsius voraus. Für die Gironde wurde wegen der außergewöhnlichen Hitze eine erhöhte Warnstufe ausgerufen. Hinzu kommen trockene Luft und Windböen, die eine rasche Ausbreitung der Flammen begünstigen. Die Wetterlage erschwert sowohl die Löscharbeiten als auch die Sicherung der bereits geräumten Gebiete.
Besonders aufmerksam beobachten die Einsatzkräfte die Bereiche um Lège-Cap-Ferret, Lacanau und Marcheprime, wo am Dienstag neue Feuer gemeldet wurden. In Lacanau ließen die Behörden vorsorglich Campingplätze und Ferienanlagen räumen. Damit sollen Menschen aus Waldgebieten ferngehalten werden, die bei einem erneuten Aufflammen rasch von Rauch, Flammen oder blockierten Verkehrswegen betroffen sein könnten.
Die Gendarmerie bleibt mit starken Kräften in der Region. Sie sichert Evakuierungszonen, kontrolliert Zufahrten und hält Verkehrsachsen für Feuerwehr, Rettungsdienste und Materialtransporte frei. In den vergangenen Tagen waren in der Gironde und im Département Landes mehr als 1.200 Gendarmen mobilisiert worden. Zu ihren Aufgaben gehört auch der Schutz leer stehender Häuser und touristischer Unterkünfte.
Das Innenministerium bezifferte die seit Jahresbeginn in Frankreich durch Vegetationsbrände zerstörte Fläche am 27. Juli auf mehr als 116.000 Hektar. Die Feuer in der Gironde und im Département Landes zählen zu den schwersten Einsätzen dieses Sommers. Die Behörden fordern Anwohner und Reisende auf, Sperrungen strikt einzuhalten und jede Tätigkeit zu vermeiden, bei der Funken entstehen können. Die 14 Brandstellen vom Dienstag belegen, dass selbst ein stabilisiertes Großfeuer unter den gegenwärtigen Bedingungen jederzeit wieder aufflammen kann.
Quellen
- Franceinfo
- Präfektur der Gironde
- Gendarmerie nationale
- Météo-France
- Französisches Innenministerium
- Reuters
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).