Politik & Gesellschaft

Gisèle Pélicot unterstützt Kampagne ihrer Tochter gegen heimliche Betäubung

Caroline Darian kämpft mit ihrem Verein #MendorsPas gegen chemische Unterwerfung. Ihre Mutter Gisèle Pélicot würdigt diesen Einsatz und fordert besseren Schutz für Betroffene.

Paris – 28.09.2026: Gisèle Pélicot hat den Einsatz ihrer Tochter Caroline Darian gegen chemische Unterwerfung öffentlich gewürdigt. Gegenüber Franceinfo sagte sie, beide seien Opfer gewesen, heute aber Kämpferinnen. Darian erklärte, Mutter und Tochter seien durch die erlittenen Prüfungen enger verbunden als je zuvor. Ihre Kampagne soll eine Form der Gewalt bekannter machen, die Betroffene wegen Erinnerungslücken und fehlender Spuren oft erst spät erkennen.

Caroline Darian gründete den Verein #MendorsPas: Stop à la soumission chimique. Er informiert über Fälle, in denen Menschen ohne ihr Wissen oder unter Zwang psychoaktive Substanzen erhalten, um Straftaten zu erleichtern. Der Verein fordert mehr Prävention, besser geschulte Fachkräfte und verlässliche Anlaufstellen für Menschen, die eine solche Tat vermuten.

Die Erfahrungen der Familie Pélicot haben die französische Debatte über sexualisierte Gewalt nachhaltig geprägt. Im Prozess um die Vergewaltigungen von Mazan wurde bekannt, dass Gisèle Pélicot über Jahre hinweg von ihrem damaligen Ehemann Dominique Pélicot betäubt worden war. Ein Gericht verurteilte ihn im Dezember 2024 zu 20 Jahren Haft. Gisèle Pélicot verzichtete auf einen Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit und machte damit das Ausmaß der Taten sichtbar.

Chemische Unterwerfung wird häufig mit heimlich versetzten Getränken auf Feiern verbunden. Sie kann jedoch auch in Partnerschaften, Familien, Freundeskreisen oder beruflichen Beziehungen vorkommen. Die Mittel können Bewusstsein und Erinnerungsvermögen beeinträchtigen; manche Substanzen sind zudem nur kurze Zeit nachweisbar. Das erschwert medizinische Untersuchungen und strafrechtliche Ermittlungen.

Die französische Regierung nahm im Mai 2025 einen Bericht der Abgeordneten Sandrine Josso und der Senatorin Véronique Guillotin entgegen. Darin empfahlen sie unter anderem bessere Prävention, Fortbildungen für medizinisches Personal, Polizei und Justiz sowie klarere Hilfswege. Fehlende oder verspätet gesicherte Beweise dürften Betroffene nicht davon abhalten, Beratung und medizinische Unterstützung zu suchen.

Eine landesweite Informationskampagne, an der #MendorsPas beteiligt ist, wurde auch über Apotheken verbreitet. Sie erläutert mögliche Anzeichen und verweist auf fachliche Beratung. Eine frühe medizinische Untersuchung kann wichtig sein, weil sich Spuren verabreichter Substanzen rasch verlieren können. Betroffene müssen dafür nicht sofort Anzeige erstatten.

Mit der Unterstützung ihrer Mutter erhält Darians Engagement besondere Aufmerksamkeit. Der Verein richtet seine Arbeit jedoch ausdrücklich an alle Betroffenen und ihr Umfeld. Er behandelt chemische Unterwerfung als eigenständige Gewaltform, die medizinische, psychologische und rechtliche Hilfe erfordert.

Quellen

  • Franceinfo
  • #MendorsPas: Stop à la soumission chimique
  • Ministerium für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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