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Griechischer Migrationsminister lobt Trumps Einfluss auf Europas Kurs

Griechenlands Migrationsminister Thanos Plevris sieht Donald Trump als Impulsgeber für eine restriktivere Migrationspolitik. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Athen auf strengere Rückführungen und eine engere europäische Zusammenarbeit drängt.

Athen – 10.08.2026: Der griechische Migrations- und Asylminister Thanos Plevris hat sich nach Angaben von Franceinfo als Bewunderer von US-Präsident Donald Trump bezeichnet. Dieser habe mit seiner Migrationspolitik in den Vereinigten Staaten die politische Lage verändert und damit auch die Debatte in Europa beeinflusst, erklärte Plevris. Seine Äußerung steht für einen Kurs, der Abschreckung, Grenzsicherung und Rückführungen stärker gewichtet.

Plevris leitet seit Juni 2025 das griechische Migrationsministerium. Die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verfolgt seit Jahren eine restriktive Linie, besonders an der Landgrenze zur Türkei und auf den Inseln der Ägäis. Unter Plevris hat Athen diesen Ansatz weiter verschärft: Griechenland verlangt wirksamere Rückführungsverfahren und setzt auf eine stärkere Kontrolle irregulärer Einreisen.

Die Bezugnahme auf Trump ist politisch bemerkenswert, obwohl die europäische Migrationspolitik institutionell keinem amerikanischen Modell folgt. Asylverfahren, Schengen-Regeln und die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten sind an europäisches Recht gebunden. Die Debatte über Grenzschutz, beschleunigte Verfahren und Kooperationen mit Drittstaaten hat jedoch in mehreren europäischen Hauptstädten an Gewicht gewonnen.

Athen arbeitet mit anderen EU-Staaten an Konzepten für Rückkehrzentren außerhalb der Europäischen Union. Plevris hatte im Februar erklärt, Griechenland stimme sich darüber mit Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Dänemark ab. Gemeint sind Einrichtungen in Drittstaaten für Menschen, deren Asylanträge in Europa endgültig abgelehnt wurden. Konkrete Aufnahmeländer oder rechtsverbindliche Vereinbarungen nannte er damals nicht.

Die griechische Regierung begründet ihren Kurs mit dem Druck auf die südlichen EU-Außengrenzen. Besonders die Route von Libyen nach Kreta und in andere Teile Griechenlands stellte die Behörden wiederholt vor operative Probleme. Menschenrechtsorganisationen und internationale Institutionen warnen dagegen, verschärfte Maßnahmen könnten den individuellen Zugang zu Asylverfahren und den Schutz besonders gefährdeter Menschen beeinträchtigen.

Plevris verbindet sein Lob für Trump mit einer weiter reichenden These: Die restriktivere Politik der Vereinigten Staaten habe die europäische Diskussion verschoben. Ein unmittelbarer institutioneller Einfluss Washingtons auf europäische Regeln lässt sich daraus nicht ableiten. Regierungen wie jene in Athen nutzen den internationalen Stimmungswandel aber, um härtere nationale und europäische Maßnahmen zu begründen.

Parallel steht die Europäische Union vor der Umsetzung ihres Migrations- und Asylpakts. Griechenland drängt auf Verfahren, die die besondere Verantwortung der Staaten an den Außengrenzen mit verbindlicher europäischer Unterstützung bei Aufnahme, Grenzmanagement und Rückführungen verknüpfen. Plevris' Äußerung ordnet Athen dabei demonstrativ dem restriktiven Lager zu.

Quellen

  • Franceinfo
  • Griechisches Ministerium für Migration und Asyl
  • Associated Press

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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