Umwelt

Großer Waldbrand in den Dünen bei Hardelot: Mehr als 1.000 Campinggäste evakuiert

Ein Brand an der Opalküste hat rund 180 Hektar Dünenvegetation erfasst. Mehr als 1.000 Menschen mussten einen Campingplatz verlassen; am Donnerstagnachmittag war das Feuer noch nicht vollständig unter Kontrolle.

Neufchâtel-Hardelot – 13.08.2026: In den Dünen an der Opalküste im Département Pas-de-Calais ist ein großflächiger Vegetationsbrand ausgebrochen. Mehrere Feuer waren am Mittwoch, dem 12. August, in einem Küstenabschnitt bei Neufchâtel-Hardelot südlich von Boulogne-sur-Mer entdeckt worden. Nach dem am Donnerstag verfügbaren Lagebild hatten die Flammen rund 180 Hektar erfasst. Vollständig unter Kontrolle war der Brand am Nachmittag noch nicht.

Besonders betroffen war ein Campingplatz in Neufchâtel-Hardelot. Weil sich das Feuer durch die Dünenvegetation ausbreitete, wurde das Gelände vorsorglich geräumt. Mehr als 1.000 Urlauberinnen und Urlauber mussten ihre Unterkünfte verlassen. Über Verletzte oder beschädigte Gebäude lagen in der dokumentierten aktuellen Meldung zunächst keine Angaben vor.

Die mehreren Brandherde erschwerten den Einsatz in dem empfindlichen Küstengebiet. Trockenes Gras, Buschwerk und Kiefern können die Ausbreitung der Flammen begünstigen. Zugleich ist das Gelände für Löschfahrzeuge vielerorts schwer zugänglich. Die Feuerwehr musste deshalb die Brandbekämpfung mit dem Schutz von Campingplätzen, Wohnhäusern und Verkehrswegen verbinden.

Die Behörden konzentrierten sich zunächst darauf, Menschen aus dem Gefahrenbereich zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf bewohnte Flächen zu verhindern. Die Räumung eines stark belegten Campingplatzes ist während der Ferienzeit besonders aufwendig: Unterkünfte und Fahrzeuge müssen geordnet verlassen, Zufahrten für Rettungskräfte freigehalten und vorübergehende Aufenthaltsmöglichkeiten organisiert werden. Wie lange die Einschränkungen dauern würden, war am Donnerstagnachmittag noch offen.

Der Brand gehört zu einer Reihe von Vegetationsfeuern, die in diesem Sommer auch den Norden Frankreichs treffen. In Neufchâtel-Hardelot hatten Einsatzkräfte bereits im Juni und Juli 2026 Feuer in Wald- und Dünengebieten bekämpft. Gemessen an der bislang genannten Fläche fällt der aktuelle Brand allerdings erheblich größer aus als diese früheren örtlichen Einsätze.

Für Anwohner und Feriengäste blieb der Zugang zu den betroffenen Abschnitten eingeschränkt, damit Feuerwehr und Rettungskräfte ungehindert arbeiten konnten. Die Ursache der Brände war zunächst nicht bekannt. Ebenso blieb ungeklärt, ob die einzelnen Brandherde miteinander zusammenhingen oder unabhängig voneinander entstanden waren.

Auch nach dem Ende der sichtbaren Flammen ist der Einsatz in einem solchen Gelände nicht abgeschlossen. Glut kann sich im Boden und unter trockener Vegetation halten und bei Wind erneut Feuer entfachen. Deshalb müssen gelöschte Flächen kontrolliert und mögliche Glutnester beseitigt werden. Einen Zeitpunkt für die Rückkehr der evakuierten Campinggäste hatten die Behörden bis Donnerstagnachmittag nicht genannt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Radio 6
  • Delta FM

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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