Umwelt

Großbrand in der Gironde stabilisiert – 14 neue Brandherde registriert

Der Großbrand in der Gironde hat sich am 28. Juli nicht weiter ausgebreitet. Dennoch registrierten die Einsatzkräfte 14 Wiederaufflammen. Rund 42.000 Hektar sind bislang verbrannt.

Saumos – 28.07.2026: Der Großbrand im Département Gironde hat sich nach Angaben von Präfektin Sophie Brocas nicht über die bereits betroffene Fläche hinaus ausgebreitet. Entwarnung gibt es dennoch nicht: Am Dienstag registrierten die Einsatzkräfte 14 neue Brandherde. Glutnester und auffrischender Wind können in dem weitläufigen Waldgebiet jederzeit weitere Flammen entfachen.

Nach dem jüngsten behördlichen Lagebild sind rund 42.000 Hektar verbrannt. Damit ist es der flächenmäßig schwerste Waldbrand in Frankreich seit dem verheerenden Feuer in den Landes de Gascogne im Jahr 1949. Damals waren historischen Angaben zufolge etwa 50.000 Hektar betroffen. Das aktuelle Brandgebiet liegt in einer von ausgedehnten Kiefernwäldern geprägten Region westlich und nordwestlich von Bordeaux.

Als stabilisiert gilt ein Waldbrand, wenn er sich nicht weiter ausbreitet. Gelöscht ist er damit noch lange nicht. Die Feuerwehr muss die Ränder der verbrannten Zonen kontrollieren, Glutnester bekämpfen und gefährdete Abschnitte sichern. Die 14 am Dienstag festgestellten Wiederaufflammen belegen die anhaltende Gefahr. Bei trockener Vegetation und großer Hitze kann bereits ein einzelner Brandherd rasch zusätzliche Kräfte und Löschmittel binden.

In mehreren Orten der Gironde waren vorsorgliche Evakuierungen angeordnet worden. Aus dem besonders schwer betroffenen Le Porge wurden 183 zerstörte Häuser gemeldet; im gesamten Brandgebiet gelten demnach 240 Wohnhäuser als beschädigt oder zerstört. Für die betroffenen Familien geht es neben einer vorläufigen Unterkunft und Versorgung um die Frage, wann sie in die gesperrten Gebiete zurückkehren können. Darüber entscheiden die zuständigen Behörden nach Maßgabe der örtlichen Gefahrenlage.

Zusätzlichen Druck erzeugt das Wetter. Für Mittwoch, den 29. Juli 2026, wurde in Teilen der Gironde und des benachbarten Départements Landes erneut starke Hitze erwartet. Hohe Temperaturen lassen Böden und Vegetation weiter austrocknen. Präfektur und Feuerwehr richten ihre Arbeit daher auf die Überwachung der Brandränder, den Schutz bewohnter Gebiete und die schnelle Bekämpfung neuer Feuerstellen aus.

Wälder bedecken mehr als die Hälfte der Gironde. Das Département unterhält deshalb besondere Strukturen zur Waldbrandvorsorge, darunter ein Kameranetz zur Früherkennung und zusätzliche Löschkapazitäten. Hinzu kommen Vorschriften für Aktivitäten, die bei hoher Brandgefahr in Waldnähe ein Feuer auslösen könnten. Vorrang hatte am Dienstag jedoch die Sicherung des 42.000 Hektar großen Brandgebiets, in dem trotz der Stabilisierung zahlreiche Glutnester fortbestanden.

Quellen

  • Le Monde
  • Boursorama/AFP
  • Euronews
  • Präfektur Gironde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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