Umwelt

Großbrände setzen Spanien und Portugal unter Druck

Auf der Iberischen Halbinsel kämpfen Einsatzkräfte gegen ausgedehnte Wald- und Vegetationsbrände. Während erste Evakuierungen aufgehoben werden, verschärfen Hitze und Trockenheit die Gefahr neuer Feuer.

Madrid – 28.07.2026: Ausgedehnte Wald- und Vegetationsbrände halten Spanien und Portugal in Alarmbereitschaft. Besonders betroffen ist das Gebiet zwischen Madrid, Ávila und Toledo. Nach Angaben des spanischen Zivilschutzes konnten am Dienstag Schutzmaßnahmen für Teile der Bevölkerung gelockert werden, nachdem sich die Lage an mehreren Brandabschnitten verbessert hatte. Zahlreiche Einsatzkräfte blieben jedoch im Gelände: Anhaltende Hitze, trockene Böden und leicht entzündliche Vegetation erhöhen das Risiko, dass bereits eingedämmte Feuer erneut aufflammen oder weitere Brände entstehen.

Das Feuer bei Burgohondo in der Provinz Ávila hat nach aktuellen Angaben rund 50.000 Hektar erfasst. Zusammen mit den betroffenen Flächen in der Autonomen Gemeinschaft Madrid und der Provinz Toledo wurden zuletzt etwa 77.000 Hektar Schadfläche gemeldet. Die Behörden behandeln das zusammenhängende Brandgeschehen weiterhin als nationale Notlage. Bewohner von 13 zuvor evakuierten Gemeinden durften am Dienstagabend in ihre Häuser zurückkehren. Die Aufhebung von Räumungen bedeutet allerdings keine Entwarnung: Straßen können gesperrt bleiben, während Einsatzkräfte Brandnester kontrollieren und die beschädigte Infrastruktur prüfen.

Auch in der Provinz Castellón an der Mittelmeerküste bleibt die Lage angespannt. Dort zerstörten die Flammen nach Berichten der Behörden und Einsatzdienste rund 8.500 Hektar. Für mehrere Orte galten am 28. Juli weiterhin Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen. Spanien setzt regionale Feuerwehren, staatliche Löschflugzeuge und die militärische Nothilfeeinheit UME ein. Hinzu kommt Unterstützung aus mehreren europäischen Ländern. Bei großflächigen Bränden ist diese Arbeitsteilung besonders wichtig, weil Löschmannschaften über längere Zeit abgelöst und aus der Luft versorgt werden müssen.

Portugal kämpft zugleich im Norden und im Zentrum des Landes gegen mehrere Feuer. Die Regierung meldete am 27. Juli für weite Teile des Festlands ein hohes bis sehr hohes Risiko für Vegetationsbrände. Steigende Temperaturen und anhaltende Trockenheit verschärfen die Bedingungen. Die Behörden riefen dazu auf, Tätigkeiten zu unterlassen, die Funken oder offenes Feuer verursachen könnten, und den Anweisungen der örtlichen Einsatzleitungen zu folgen.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde bereits ausgeweitet. Portugal entsandte am 25. Juli 128 Angehörige von Zivilschutz, Feuerwehr und Sicherheitskräften in die Provinz Ávila. Anfang Juli hatte das Land seinerseits Hilfe aus Spanien und weiteren europäischen Staaten angefordert. Grundlage der Einsätze sind bilaterale Vereinbarungen und der europäische Katastrophenschutzmechanismus, über den Personal, Fahrzeuge und Löschflugzeuge koordiniert werden können.

Für Spanien wurde ab Mittwoch, dem 29. Juli, eine weitere Hitzewelle angekündigt. Der Zivilschutz warnte daher vor wachsender Brandgefahr. Zudem stufte die Regierung in Madrid am Dienstag zahlreiche zwischen dem 31. März und dem 27. Juli von Naturkatastrophen betroffene Gebiete offiziell als Zivilschutznotstandsgebiete ein; darunter befinden sich vor allem Regionen mit schweren Waldbrandschäden.

Quellen

  • Spanischer Zivilschutz
  • Spanisches Innenministerium
  • Portugiesische Regierung
  • Efe
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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