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Großbritannien gründet Einheit zum Schutz seiner Satelliten

Die Royal Air Force bündelt den Schutz britischer Satelliten in einer neuen Staffel. Zugleich bestätigen die Vereinigten Staaten erstmals eigene Waffensysteme im Erdorbit.

London – 28.09.2026: Großbritannien hat innerhalb der Royal Air Force eine Einheit zum Schutz eigener Satelliten gegründet. Das III Space Effects Squadron soll Bedrohungen im Weltraum erkennen und auf Angriffe oder Störversuche reagieren, die militärische Fähigkeiten und zivile Dienste des Landes beeinträchtigen könnten. Die Entscheidung folgt auf die neue britische Weltraumstrategie und fällt in eine Phase wachsender militärischer Konkurrenz im Erdorbit.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums soll die Staffel defensive und offensive Weltraumoperationen unterstützen. Dazu gehören Fähigkeiten zur elektronischen Kampfführung sowie Gegenmaßnahmen gegen Systeme, mit denen Satelliten gestört oder angegriffen werden können. Welche Technik die Einheit bereits besitzt und wann sie vollständig einsatzbereit sein soll, teilte das Ministerium nicht mit. Der Auftrag reicht nach bisheriger Darstellung von der Beobachtung möglicher Gefahren bis zur Abwehr feindlicher Eingriffe.

Satelliten bilden die Grundlage zahlreicher militärischer und ziviler Anwendungen. Streitkräfte nutzen sie zur Kommunikation, Navigation und Aufklärung; zugleich hängen Wetterbeobachtung, Logistik, Finanztransaktionen und Teile der digitalen Infrastruktur von ihnen ab. Angriffe müssen dabei nicht zwangsläufig sichtbare Zerstörungen verursachen. Funksignale lassen sich stören, Datenverbindungen durch Cyberangriffe beeinträchtigen, Satelliten durch andere Raumfahrzeuge bedrängen. London will deshalb auch die Widerstandsfähigkeit der angeschlossenen Dienste erhöhen.

Die britische Regierung hatte ihre Weltraumstrategie am 8. September 2026 vorgestellt. Bis 2030 sind Investitionen von 7,8 Milliarden Pfund für den Sektor vorgesehen. Die Planung verbindet wirtschaftliche Vorhaben mit Sicherheitsinteressen: Großbritannien will eigene Startkapazitäten ausbauen, Gefahren früher erkennen und die Abhängigkeit kritischer Infrastruktur von einzelnen, störanfälligen Systemen verringern. Die neue Staffel übernimmt darin eine militärische Funktion.

Zusätzliche Brisanz erhält die britische Entscheidung durch eine Erklärung aus Washington. US-Luftwaffenminister Troy Meink bestätigte am 14. September erstmals öffentlich, dass die Space Force Waffensysteme zur Kontrolle des Weltraums im Orbit stationiert hat. Diese könnten auf Anweisung militärischer Kommandos offensiv oder defensiv eingesetzt werden. Angaben zu Zahl, Bauart und Einsatzgebiet machte die amerikanische Seite nicht.

Daher ist unklar, ob es sich vorwiegend um elektronische Mittel, Abfangsysteme oder andere Technologien handelt. Politisch ist die Offenlegung dennoch bedeutsam: Die Vereinigten Staaten hatten öffentlich bislang vor allem vor Gefahren für eigene Satelliten durch Russland und China gewarnt. Nun räumen sie eigene orbital stationierte Fähigkeiten ein.

Der Weltraumvertrag von 1967 untersagt Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen im All, nicht aber jede militärische Nutzung des Orbits. Großbritannien erklärt zugleich, keine zerstörerischen Tests von Antisatellitenraketen vornehmen zu wollen. Der Schutz britischer Satellitendienste wird damit ausdrücklich zu einer dauerhaften Aufgabe der Royal Air Force.

Quellen

  • Franceinfo: Waffen im Weltraum und britische Satellitenschutz-Einheit
  • Britische Regierung: Royal Air Force gründet Weltraumstaffel
  • Britische Regierung: Neue Weltraumstrategie
  • Associated Press: Vereinigte Staaten bestätigen Waffen im Orbit

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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