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Aktuell · 08.07.2026 22:06

Hauptverdächtige tot, zwei Männer festgenommen: Ermittlungen nach Paketexplosion in Monaco weiten sich in die Ukraine aus

Gut eine Woche nach der Paketexplosion in Monaco, bei der der Unternehmer Vadim Ermolaev, seine Partnerin und ihr Sohn verletzt wurden, ist in Kiew die mutmaßliche Haupttäterin tot aufgefunden worden. Zwei Verdächtige sitzen in…

Monaco – 08.07.2026: Mehr als eine Woche nach der Explosion eines offenbar präparierten Pakets in einem Wohnhaus der Fürstenstadt hat der Fall eine internationale Dimension angenommen. Nach Angaben aus ukrainischen Polizeikreisen wurde am 7. Juli in Kiew der Leichnam einer Frau entdeckt, die im Verdacht stand, das Paket in Monaco deponiert zu haben. Die Ermittler sprachen von Schussverletzungen am Kopf; die genaueren Umstände ihres Todes werden in der Ukraine untersucht.

Die Detonation ereignete sich am Abend des 29. Juni in der Einfahrt eines Wohngebäudes im monegassischen Stadtgebiet. Verletzt wurden dabei der in der Region bekannte Unternehmer Vadim Ermolaev, seine Partnerin sowie ihr minderjähriger Sohn. Sie kamen nach dem Vorfall in ärztliche Behandlung. Ermittler in Monaco gehen von einer gezielten Tat aus. Spezialisten für Sprengtechnik untersuchen weiter, wie der Sprengsatz konstruiert und ausgelöst wurde.

Parallel meldeten ukrainische Behörden die Festnahme zweier Männer, die mit der mutmaßlichen Hauptverdächtigen in Verbindung stehen sollen. Ihnen wird nach ersten Angaben eine Beteiligung an der Vorbereitung und Logistik der Tat zur Last gelegt. Die Generalstaatsanwaltschaft in Monaco bestätigte, dass die Justiz der Ukraine um Rechtshilfe ersucht wurde. Beide Seiten arbeiten demnach über bestehende Kanäle, darunter Interpol-Verbindungen, an einem Abgleich von Spuren, Reisebewegungen und Telekommunikationsdaten.

In Monaco koordiniert das Parquet général die Ermittlungen mit der Polizei der Fürstenstadt sowie forensischen Diensten aus der Nachbarregion. Im Fokus stehen Videoaufnahmen aus dem Umfeld des Wohnhauses, Lieferwege des Pakets und mögliche Helfer. Nach Medienberichten prüfen die Behörden, ob das Paket gezielt zu einem Zeitpunkt zugestellt wurde, an dem die Familie am Eingang des Gebäudes eintraf. Offizielle Angaben zu möglichen Auftraggebern oder Motiven liegen bislang nicht vor.

Sicherheitsaspekte in der Umgebung des Tatorts wurden laut Behörden übergangsweise verschärft. Für Anwohner und Beschäftigte in der Nachbarschaft gab es Hinweise zu verdächtigen Sendungen und zur Meldung auffälliger Gegenstände. Auch in Kiew laufen Spurensicherungen im Umfeld des Fundorts der Leiche; dortige Ermittler prüfen ballistische Spuren und Telefonkontakte.

Die monegassische Justiz betont, dass die Ermittlungen andauern und aufgrund der grenzüberschreitenden Aspekte Zeit in Anspruch nehmen. Über Auslieferungsersuchen oder weitere Maßnahmen äußerten sich die Behörden nicht. Fest steht: Der Fall bleibt ein Schwerpunkt für die Zusammenarbeit zwischen Monaco und der Ukraine. Neue Erkenntnisse sollen bekanntgegeben werden, sobald sie verifiziert sind.

Quellen

  • Franceinfo
  • Euronews
  • El Pais
  • Nationale Polizei der Ukraine

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