Frankreich – 10.10.2026: Mit den sinkenden Temperaturen rückt für viele französische Haushalte die Heizkostenrechnung wieder näher. Nach einem Bericht von Franceinfo interessieren sich seit Beginn des Herbstes mehr Privatleute für Brennholz. Ausschlaggebend sind die hohen Preise für Heizöl und andere Energieträger. Besonders naheliegend ist der Umstieg für Haushalte, die bereits einen geeigneten Ofen, einen geschlossenen Kamin oder eine Holzheizung besitzen.
Ob Holz tatsächlich günstiger ist, lässt sich allerdings nicht allein am Preis je Raummeter ablesen. Entscheidend sind Holzart und Feuchtegehalt, regionale Lieferkosten, der Wärmebedarf des Gebäudes und der Wirkungsgrad der Anlage. Marktvergleiche für Oktober 2026 ordnen Scheitholz bei den Kosten je erzeugter Wärmeeinheit günstiger ein als Heizöl, Gas und elektrische Direktheizungen. Dieser Vorteil gilt vor allem dort, wo keine neue Anlage angeschafft werden muss.
Der Einbau eines modernen Ofens oder die Umrüstung einer Heizung kann den finanziellen Vorsprung zunächst aufzehren. Zudem arbeitet ein offener Kamin wesentlich weniger effizient als ein geschlossenes Gerät: Ein großer Teil der Wärme entweicht ungenutzt. Vor einer Bestellung sollten Haushalte deshalb prüfen, wie viel Wärme das Gebäude benötigt, in welchem Zustand sich Feuerstätte und Schornstein befinden und ob genug Platz für eine trockene Lagerung vorhanden ist.
Die französische Umweltagentur ADEME empfiehlt trockenes, möglichst zertifiziertes Brennholz. Feuchtes Holz erzeugt weniger nutzbare Wärme, erhöht den Verbrauch und verschlechtert die Verbrennung. Es sollte vor Niederschlag geschützt, zugleich aber gut belüftet gelagert werden. Auch die Größe der Scheite muss zum jeweiligen Gerät passen. Beim Anzünden von oben erwärmt sich der Feuerraum schneller, wodurch Rauch und Schadstoffausstoß sinken können.
Damit berührt die wachsende Nachfrage auch die Luftreinhaltung. Holz kann fossile Brennstoffe ersetzen, setzt bei unvollständiger Verbrennung jedoch Feinstaub und weitere Schadstoffe frei. Besonders problematisch sind alte Öfen, offene Feuerstellen und ungeeignetes oder zu feuchtes Material. Moderne Geräte mit hohem Wirkungsgrad verringern die Belastung, sofern sie sachgerecht betrieben werden.
Hinzu kommen laufende Pflichten und Nebenkosten. Holzheizungen müssen in Frankreich regelmäßig von Fachpersonal gewartet werden; auch die vorgeschriebene Reinigung der Rauchabzüge ist einzukalkulieren. Für einen belastbaren Kostenvergleich zählen daher neben dem Holzpreis die Lieferung, der Lagerraum, der Zustand des Geräts und die Wartung. Wer bereits über eine effiziente Anlage verfügt und trockenes Holz zu vertretbaren Transportkosten beziehen kann, hat die besten Voraussetzungen, seine Heizkosten tatsächlich zu senken.
Quellen
- Franceinfo
- Agence de la transition écologique
- Selectra Energievergleich Oktober 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).