Paris – 10.10.2026: Mit den ersten kühlen Tagen des Herbstes wächst in Frankreich die Sorge vor hohen Heizkosten. Ein Bericht von France 2 zeigt, wie Haushalte ihre Vorräte an Brennholz auffüllen oder sich für gemeinsame Heizölbestellungen zusammenschließen. Nach dem kräftigen Anstieg der Energiepreise versuchen viele Familien, ihre Ausgaben für den Winter früher und genauer zu planen.
Beim Heizöl bleibt die Belastung trotz eines leichten Preisrückgangs zu Monatsbeginn hoch. Nach Angaben der Generaldirektion für Energie und Klima kostete ein Liter Anfang Oktober landesweit rund 1,91 Euro. Eine Lieferung von 1.000 Litern schlägt damit mit etwa 1.910 Euro zu Buche. Haushalte mit Ölheizung vergleichen deshalb häufiger die Angebote verschiedener Händler und bestellen gemeinsam mit Nachbarn, Angehörigen oder anderen Bewohnern ihres Ortes.
Solche Sammelbestellungen können sich lohnen, weil Händler größere Mengen an eine Adresse oder in ein eng begrenztes Gebiet liefern. Das senkt den logistischen Aufwand und stärkt die Verhandlungsposition der Käufer. Ein Preisvorteil ist jedoch nicht garantiert: Regionale Lieferkosten, Gesamtmenge, Zahlungsbedingungen und Bestellzeitpunkt beeinflussen den Endbetrag. Verbraucher sollten deshalb Angebote für dieselbe Menge und Lieferfrist vergleichen und prüfen, ob Zuschläge oder Mindestabnahmen vorgesehen sind.
Auch Brennholz wird frühzeitig eingelagert. Wer bereits im Herbst bestellt, kann das Risiko von Lieferengpässen während längerer Kälteperioden verringern. Entscheidend für einen sparsamen Betrieb ist die Qualität des Holzes: Es muss ausreichend getrocknet und vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt werden. Feuchtes Holz erzeugt weniger nutzbare Wärme, erhöht den Verbrauch und verschlechtert die Verbrennung. Damit steigen zugleich der Ausstoß von Schadstoffen und die Gefahr von Ablagerungen im Ofen oder Schornstein.
Für Haushalte mit Gasheizung bringt der Oktober ebenfalls höhere Kosten. Die französische Energieregulierungsbehörde CRE erhöhte ihren monatlichen Gas-Referenzpreis zum 1. Oktober 2026 einschließlich Steuern um 6,3 Prozent. Für einen typischen Heizkunden im Netz von GRDF nennt sie einen durchschnittlichen Arbeitspreis von 14,557 Cent je Kilowattstunde. Hinzu kommt ein jährlicher Grundpreis von 360,79 Euro.
Der Referenzpreis ist kein buchbarer Tarif, sondern eine Orientierung für den Vergleich von Marktangeboten. Die CRE empfiehlt, neben dem Kilowattstundenpreis auch Grundgebühr, Preisbindung und Kündigungsbedingungen zu berücksichtigen. Ein niedriger Verbrauchspreis kann durch eine hohe feste Gebühr teilweise aufgehoben werden. Für die Haushalte bedeutet das: Frühzeitige Vorräte und gemeinsame Bestellungen können Kosten dämpfen, ersetzen aber weder den sorgfältigen Tarifvergleich noch einen möglichst sparsamen Energieverbrauch.
Quellen
- Franceinfo
- Commission de régulation de l'énergie
- Direction générale de l'énergie et du climat
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).