Wirtschaft

Hohe Spritpreise belasten Frankreichs Pendler

Die hohen Preise an den Tankstellen bringen Beschäftigte mit langen Arbeitswegen unter Druck. Frankreich verlängert deshalb seine Kraftstoffhilfe für besonders betroffene Haushalte.

Paris – 08.10.2026: Hohe Kraftstoffpreise zwingen Pendlerinnen und Pendler in Frankreich zu schwierigen Abwägungen zwischen dem Arbeitsweg und anderen Ausgaben. Franceinfo berichtete am Mittwoch über Betroffene, die wegen der Kosten sogar einen Arbeitsplatzwechsel oder einen Umzug in die Nähe ihres Arbeitsortes erwägen. Eine befragte Person sagte, es dürfe nicht nötig sein, zwischen der Fahrt zur Arbeit und dem Lebensmitteleinkauf zu wählen.

Die jüngsten landesweiten Preisangaben bestätigen die Belastung. Am 8. Oktober kostete ein Liter Diesel im Durchschnitt 2,359 Euro, Superbenzin E10 2,158 Euro und Superbenzin 98 2,265 Euro. Die Werte beruhen auf den täglichen Meldungen von knapp 9.800 Tankstellen. Sie bilden einen nationalen Durchschnitt ab; je nach Region, Anbieter und Standort können die tatsächlichen Preise deutlich davon abweichen.

Für eine Tankfüllung von 50 Litern ergeben sich rechnerisch rund 117,95 Euro bei Diesel und 107,90 Euro bei E10. Gerade Beschäftigte in ländlichen Gebieten und an schlecht angebundenen Stadträndern können ihre Fahrten häufig nicht kurzfristig reduzieren. Wo Busse und Bahnen fehlen oder Arbeitszeiten nicht zu den Fahrplänen passen, bleibt das Auto für den Weg zum Arbeitsplatz oft unverzichtbar. Die Belastung kehrt mit jeder Tankfüllung wieder und trifft Haushalte mit knappem Budget besonders hart.

Binnen 30 Tagen stieg der durchschnittliche Dieselpreis nach den ausgewerteten Meldungen um 6,5 Cent je Liter. Bei E10 betrug der Anstieg 3,2 Cent. Gegenüber dem Monatsdurchschnitt vom September liegt Diesel im Oktober bislang drei Cent höher, E10 zwei Cent. Zwar gingen die Tageswerte seit Ende September etwas zurück, das Preisniveau blieb jedoch hoch.

Das französische Wirtschaftsministerium hat die Unterstützung für Menschen mit besonders hohen Fahrleistungen für Oktober, November und Dezember verlängert. Der Kreis der Berechtigten wurde auf 5,5 Millionen Menschen ausgeweitet. Die Kraftstoffhilfe beträgt pauschal 100 Euro für drei Monate. Wer sie bereits zwischen April und September erhalten hat, soll die Zahlung nach Angaben des Ministeriums Mitte Oktober automatisch bekommen.

Für Menschen, die bislang keine Förderung bezogen haben, soll vom 12. Oktober an ein aktualisierter Anspruchsrechner bereitstehen. Anträge können ab dem 22. Oktober gestellt werden. Arbeitgeber dürfen ihren Beschäftigten zudem künftig bis zu 1.000 Euro als steuer- und beitragsfreie Kraftstoffprämie für den Arbeitsweg zahlen. Anders als die staatliche Hilfe ist diese Leistung jedoch freiwillig. Ob sie den Beschäftigten zugutekommt, entscheidet damit das jeweilige Unternehmen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Französisches Wirtschaftsministerium
  • Preisportal des französischen Wirtschaftsministeriums

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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