Aktuell

Hunde prägen den französischen Alltag

Millionen registrierte Hunde leben in Frankreich, besonders sichtbar ist ihre Präsenz in Paris. Zugleich sollen Kennzeichnungspflicht und Sachkundenachweis verhindern, dass Tiere unüberlegt angeschafft werden.

Paris – 28.09.2026: Hunde sind für viele Menschen in Frankreich weit mehr als Haustiere. Eine am Montag veröffentlichte Sendung von Franceinfo beschreibt sie als feste Begleiter im Alltag. Wie verbreitet sie sind, zeigen Daten des nationalen Identifikationsregisters I-CAD: Ende 2025 waren dort 9,39 Millionen Hunde als lebend geführt. Das Register wird im Auftrag des französischen Landwirtschaftsministeriums betrieben.

Die Statistik erfasst ausschließlich gekennzeichnete und registrierte Tiere. Dennoch vermittelt sie einen belastbaren Eindruck von der Bedeutung der Haustierhaltung. Insgesamt führte I-CAD zum Jahresende rund 18,4 Millionen identifizierte Hunde, Katzen und Frettchen. Gegenüber dem Vorjahr stieg ihre Zahl leicht. Bei den neu registrierten Tieren zeigte sich allerdings eine Verschiebung: Die Zahl der neu identifizierten Hunde sank, während Katzen häufiger eingetragen wurden.

Besonders anschaulich wird die Präsenz der Hunde in Paris. Eine von der Stadt veröffentlichte Karte, die auf I-CAD-Daten aus dem Jahr 2023 beruht, schlüsselt die Bestände nach Arrondissements auf. Im 16. Arrondissement waren mehr als 10.000 Hunde registriert, im 15. mehr als 7.000 und im 17. mehr als 6.000. Die westlichen Viertel der Hauptstadt weisen damit besonders hohe Bestände auf. Eine belastbare internationale Rangfolge der Städte lässt sich aus der kommunalen Darstellung jedoch nicht ableiten.

Für Hundehalter gelten in Frankreich klare gesetzliche Vorgaben. Ein Hund muss grundsätzlich gekennzeichnet werden, bevor er vier Monate alt ist. Auch bei einem Verkauf oder einer unentgeltlichen Weitergabe ist die Identifikation vorgeschrieben. Mikrochip oder Tätowierung und der dazugehörige Registereintrag ermöglichen es, ein entlaufenes Tier seinem Halter zuzuordnen. Dafür müssen die hinterlegten Kontaktdaten aktuell bleiben.

Seit Oktober 2022 müssen künftige Halter zudem vor der Anschaffung eines Hundes ein Verpflichtungs- und Kenntniszertifikat unterzeichnen. Es informiert über Bedürfnisse, Haltungspflichten und die langfristigen Folgen der Entscheidung. Zwischen der Unterzeichnung und der Übernahme des Tieres muss eine Frist liegen. Die Regel soll unüberlegte Käufe erschweren und damit das Risiko späterer Abgaben verringern.

Denn mit der emotionalen Bindung gehen dauerhafte Pflichten einher. Futter, tierärztliche Versorgung, Versicherung, Betreuung und Erziehung verursachen über Jahre hinweg Kosten und beanspruchen Zeit. Behörden und Tierschutzorganisationen raten deshalb zu einer sorgfältigen Vorbereitung. Die Registerdaten widersprechen zugleich der Vorstellung eines ungebremsten Hundebooms: Der Bestand ist groß, doch die Zahl der Neuidentifikationen ging 2025 zurück. Allein in drei westlichen Pariser Arrondissements waren 2023 zusammen mehr als 23.000 Hunde registriert.

Quellen

  • Franceinfo, Le Tour de la question vom 28. September 2026
  • I-CAD, Barometer 2026 zur Identifikation von Hunden und Katzen
  • Stadt Paris, Karte zur Verteilung registrierter Hunde
  • Französisches Landwirtschaftsministerium, Vorschriften zur Tieridentifikation

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels