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Hungerstreik der ausländischen Ärzte – Kampf um Anerkennung

Frankreichs Gesundheitssystem stützt sich in vielen Bereichen auf ausländische Ärzte. Doch diese Mediziner, die außerhalb der EU ausgebildet wurden, stehen vor prekären Arbeitsbedingungen: niedrige Löhne, befristete Verträge und kaum Perspektiven auf eine Festanstellung. Nun wehren sie sich – 300 von ihnen haben einen Hungerstreik begonnen. Unverzichtbar, aber unterbezahlt Ohne ausländische Ärzte könnten viele französische Krankenhäuser…

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Frankreichs Gesundheitssystem stützt sich in vielen Bereichen auf ausländische Ärzte. Doch diese Mediziner, die außerhalb der EU ausgebildet wurden, stehen vor prekären Arbeitsbedingungen: niedrige Löhne, befristete Verträge und kaum Perspektiven auf eine Festanstellung. Nun wehren sie sich – 300 von ihnen haben einen Hungerstreik begonnen.

Unverzichtbar, aber unterbezahlt

Ohne ausländische Ärzte könnten viele französische Krankenhäuser nicht mehr funktionieren. Besonders in öffentlichen Kliniken sind sie eine tragende Säule. Doch ihr Status ist alles andere als gesichert. Sie arbeiten unter schlechteren Bedingungen als ihre französischen Kollegen und verdienen oft nur ein Drittel von deren Gehalt.

Ein Beispiel ist Dr. Aminata Ould Amer, eine Anästhesistin und Intensivmedizinerin. Nach elf Jahren Studium in Algerien kam sie nach Frankreich – doch statt einer festen Stelle bekam sie nur befristete Verträge, die alle sechs Monate verlängert werden. Ihr Gehalt? 1.900 Euro brutto im Monat – für einen Job, der höchste Verantwortung erfordert. „Ich mache durchschnittlich acht Nachtschichten pro Monat, was meine Arbeitszeit weit über das normale Maß hinaus verlängert“, berichtet sie.

Ein strukturelles Problem

Das Krankenhaus, in dem Dr. Ould Amer arbeitet, ist kein Einzelfall. Laut Dr. Éric Delpierre, Leiter des Bereichs Anästhesie-Intensivmedizin, stammen 20 % der Ärzte in seiner Abteilung aus dem Ausland. Ohne sie würde das System kollabieren. Doch statt fairer Arbeitsbedingungen erleben sie Unsicherheit und Diskriminierung.

Die Politik bleibt bislang vage. Zwar hat das Gesundheitsministerium angekündigt, in diesem Jahr 1.300 neue Stellen zu schaffen, doch viele Ärzte befürchten, dass dies ihre prekäre Situation nicht grundlegend ändern wird. Die versprochene Regulierung ihres Status? Bislang eine leere Versprechung.

Ein Kampf um Gleichberechtigung

Was treibt diese Ärzte dazu, einen Hungerstreik zu beginnen? Es geht nicht nur um Geld – es geht um Anerkennung. Sie haben die gleiche Verantwortung wie ihre französischen Kollegen, retten Leben, arbeiten oft mehr als vorgeschrieben, bekommen aber nicht dieselben Rechte.

Frankreich steht hier vor einer entscheidenden Frage: Kann ein Gesundheitssystem, das auf ausländische Ärzte angewiesen ist, es sich leisten, sie so zu behandeln?

Die Betroffenen haben ihre Antwort bereits gegeben – sie kämpfen weiter.

Von C. Hatty

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