Riad – 11.10.2026: Die Huthi-Bewegung im Jemen hat am Sonntag weitere Angriffe auf Infrastruktur in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Nach Darstellung der Gruppe richteten sich Raketen- und Drohneneinsätze gegen den Flughafen König Fahd in Dammam sowie gegen Öl- und Gasanlagen im Osten des Königreichs. Unabhängige Bestätigungen für sämtliche genannten Ziele und Schäden lagen zunächst nicht vor.
Die neuen Angaben folgen auf einen schweren Angriff vom Samstag auf den internationalen Flughafen König Khalid in Riad. Nach übereinstimmenden Medienberichten traf ein Geschoss ein Terminal. Saudi-arabische Stellen meldeten mindestens zwölf Tote und mehr als 300 Verletzte. Ein indischer Staatsbürger erlag am Sonntag seinen Verletzungen. Damit könnte die Zahl der Todesopfer auf 13 gestiegen sein; eine abschließende offizielle Bilanz stand zunächst aus.
Am Sonntag wurde der Flughafen in Riad nach Medienberichten erneut getroffen. Die Behörden berichteten von Verletzten, veröffentlichten aber zunächst keine vollständige Schadensbilanz. Nach dem Angriff vom Samstag war der Flughafen geschlossen worden. Die Huthi übernahmen auch für die Angriffe auf die Anlage in der saudischen Hauptstadt die Verantwortung.
Seit mehreren Tagen beansprucht die Bewegung Angriffe mit Raketen und Drohnen auf saudische Flughäfen, militärische Standorte und Anlagen des staatlichen Energiekonzerns Saudi Aramco. Zu den von ihr genannten Zielen gehört eine Raffinerie in Rabigh am Roten Meer. Aussagen über Treffer, Brände oder Produktionsausfälle lassen sich in mehreren Fällen nicht unabhängig überprüfen. Die Bekennerschreiben belegen daher weder den Umfang noch den Erfolg der jeweiligen Einsätze.
Die Angriffe fallen in eine Phase verschärfter Kämpfe im Jemen. Saudi-arabisch unterstützte Regierungstruppen hatten Anfang Oktober eine Offensive gegen Gebiete begonnen, die von den Huthi kontrolliert werden. Die Bewegung beherrscht weiterhin die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des Nordens. Saudi-Arabien beteiligte sich seit 2015 an einer Militärkoalition, die aufseiten der international anerkannten jemenitischen Regierung in den Bürgerkrieg eingriff.
Der Einschlag am Flughafen von Riad verschärft die Sicherheitslage im Königreich erheblich. Anders als grenznahe Ziele liegt die Hauptstadt weit vom Jemen entfernt; der Angriff traf zudem einen zentralen Knotenpunkt des zivilen Luftverkehrs. Die Vereinten Nationen verurteilten laut internationalen Medienberichten den Angriff und verwiesen auf den Schutz von Zivilpersonen und ziviler Infrastruktur nach dem humanitären Völkerrecht.
Die saudische Führung berät seit Samstag über ihre Reaktion. Die Huthi verbinden ihre militärischen Erklärungen mit der Forderung, die gegen sie gerichteten Operationen einzustellen. Saudi-arabische Behörden schreiben ihnen den Angriff auf den Flughafen König Khalid zu.
Quellen
- Franceinfo
- Associated Press
- Le Monde
- Al Jazeera
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).