Frankreich – 28.09.2026: Seit Beginn des Septembers sind in Frankreich rund 1.800 Hektar Wald durch Brände zerstört worden. Das sind nach Angaben von franceinfo etwa 40 Prozent mehr als im Durchschnitt zu diesem Zeitpunkt des Jahres. Obwohl der kalendarische Herbst begonnen hat, begünstigen Trockenheit, ungewöhnlich hohe Temperaturen und teils kräftiger Wind weiterhin die rasche Ausbreitung von Vegetationsbränden.
Im Département Rhône brannten am Wochenende 36 Hektar. Dabei wurde dem Bericht zufolge auch ein Wohnhaus zerstört. Der Brand macht deutlich, dass die Gefahr nicht auf die besonders betroffenen Regionen am Mittelmeer begrenzt ist. Auch im Landesinneren können ausgetrocknete Böden und Pflanzen Feuer begünstigen, wenn Regen ausbleibt und Wind die Flammen anfacht.
Météo-France hatte am 25. September vor einer für die Jahreszeit außergewöhnlich hohen Waldbrandgefahr gewarnt. Vor allem im Süden und Westen des Landes erreichten die Temperaturen örtlich 34 bis 35 Grad. Vielerorts blieben Böden und Pflanzen stark ausgetrocknet. Rund um das Mittelmeer verschärften zudem regionale Windlagen das Risiko, dass sich Feuer binnen kurzer Zeit ausbreiten.
Die anhaltende Gefahr folgt auf einen außergewöhnlich langen und heißen Sommer. Laut der Klimabilanz von Météo-France war das Jahr 2026 bereits bis Anfang September von historischer Bodentrockenheit und einer besonders schweren Waldbrandsaison geprägt. Regenfälle Ende August sorgten regional für eine vorübergehende Entlastung. Sie reichten jedoch nicht aus, um den über Monate entstandenen Feuchtigkeitsmangel in Böden und Vegetation auszugleichen.
Auch im September fiel bislang nur wenig Regen. Météo-France meldete am 22. September, seit Monatsbeginn habe es landesweit lediglich an einem Tag nennenswerte Niederschläge gegeben. In vielen Regionen blieben die bisherigen Monatsmengen deutlich unter den üblichen Werten. Trockene Pflanzenreste, Büsche und geschwächte Bäume können deshalb weiterhin leicht Feuer fangen. Schon ein Funke kann unter ungünstigen Wetterbedingungen einen größeren Einsatz auslösen.
Die ungewöhnlich späte Gefahrenlage hat praktische Folgen. Präfekturen können den Zugang zu Wäldern und anderen gefährdeten Gebieten beschränken oder untersagen. Maßgeblich sind dabei die örtlichen Anordnungen; sie können sich je nach Wetterlage kurzfristig ändern. Die nationale Waldbrandkarte von Météo-France informiert Bevölkerung und Einsatzkräfte über das wetterbedingte Risiko, bildet jedoch weder laufende Brände noch lokale Sperrungen ab.
Die Karte wird in diesem Jahr bis zum 30. September veröffentlicht. Auch danach können die Behörden bei anhaltender Trockenheit vor Ort Schutzmaßnahmen erlassen. Besondere Vorsicht gilt bei offenem Feuer, Zigaretten, Grillstellen und Arbeiten, bei denen Funken entstehen können. Nach Angaben von Météo-France werden neun von zehn Vegetationsbränden durch menschliches Handeln verursacht.
Quellen
- franceinfo
- Météo-France: Waldbrandgefahr zum Herbstbeginn
- Météo-France: Historische Bodentrockenheit
- Météo-France: Waldbrandkarte 2026
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).