Glossar für Kauf und Eigentum
Französische Immobilienbegriffe verständlich erklärt
Ein französischer Fachbegriff sollte keine offene Entscheidung verbergen.
Maklerunterlagen, Diagnosen, Vorverträge und Bescheide verwenden Begriffe, deren deutsche Kurzübertragung häufig nicht ausreicht. Dieses Glossar ordnet die wichtigsten Wörter in den Kauf- und Eigentumsprozess ein. Es ersetzt keine Übersetzung oder Vertragsberatung, zeigt aber, an welcher Stelle eine genauere Prüfung notwendig wird.
Vom Angebot bis zur endgültigen Urkunde
Promesse de vente: Vorvertragliche Verkaufszusage, deren rechtliche Form und Bindungswirkung genau geprüft werden müssen. Compromis de vente: Vorvertrag, der Objekt, Preis, Fristen und Bedingungen des Kaufs festhält.
Condition suspensive: aufschiebende Bedingung, etwa für eine Finanzierung. Délai de rétractation: gesetzliche Rücktrittsfrist, deren Beginn von der ordnungsgemäßen Übermittlung abhängen kann. Acte authentique: notarielle endgültige Kaufurkunde.
Kosten und örtliche Steuern
Frais d’acquisition: Erwerbskosten aus Steuern, Abgaben, geregelter Notarvergütung und Auslagen; der verbreitete Ausdruck frais de notaire verkürzt diese Zusammensetzung.
Taxe foncière: örtliche Steuer auf Immobilieneigentum. Taxe d’habitation sur les résidences secondaires: örtliche Steuer für entsprechend genutzte möblierte Zweitwohnsitze. Maßgeblich bleiben der aktuelle Bescheid und die persönliche Situation.
Wohnung und Copropriété
Copropriété: Aufteilung eines Gebäudes in private Lose und Anteile an Gemeinschaftseigentum. Règlement de copropriété: Regelwerk für Nutzung, Rechte und Kostenverteilung. Charges de copropriété: laufende oder besondere gemeinschaftliche Kosten.
Fonds de travaux: zweckgebundener Arbeitsfonds der Gemeinschaft. Procès-verbal d’assemblée générale: Protokoll der Eigentümerversammlung mit Beschlüssen, Abstimmungen und Hinweisen auf geplante Arbeiten.
Grundstück, Grenzen und Baurecht
Cadastre: amtliche Katasterdarstellung, die eine rechtliche Grenzfeststellung nicht automatisch ersetzt. Bornage: Feststellung und Markierung von Grundstücksgrenzen. Servitude: Dienstbarkeit wie Weg- oder Leitungsrecht.
PLU: lokaler Bauleitplan. Permis de construire: Baugenehmigung für bestimmte Vorhaben. Déclaration préalable: vorherige Erklärung für bestimmte, weniger umfangreiche Arbeiten. Welches Verfahren gilt, muss für Ort und Vorhaben geprüft werden.
Energie, Diagnosen und Risiken
DPE: standardisierte Bewertung der energetischen und klimatischen Leistung. Audit énergétique: weitergehende energetische Untersuchung, die bei bestimmten Verkäufen hinzukommen kann. Dossier de diagnostic technique: Zusammenstellung der für das konkrete Objekt erforderlichen Diagnosen.
État des risques: Information über amtlich erfasste Risiken für die Immobilie. Assainissement non collectif: nicht an das öffentliche Abwassernetz angeschlossene Abwasseranlage mit eigenen Prüf- und Sanierungsfragen.
Amtliche und fachliche Ausgangspunkte
Regeln und Pflichten können sich ändern. Prüfen Sie vor einer Entscheidung stets den aktuellen Stand für das konkrete Objekt.
Der nächste sinnvolle Schritt
