Politik & Gesellschaft

In Manchester beginnt Prozess gegen 13 Männer wegen schwerer Sexualdelikte

Vor dem Crown Court in Manchester stehen ein Ehemann und zwölf weitere Männer. Die Anklage wirft ihnen schwere Sexualstraftaten gegen dieselbe Frau vor; der Hauptangeklagte hat einen Teil der Vorwürfe eingeräumt.

Manchester – 07.09.2026: Vor dem Minshull Street Crown Court in Manchester hat ein auf rund drei Monate angesetzter Prozess gegen 13 Männer begonnen. Hauptangeklagter ist der Ehemann einer Frau aus dem Raum Stockport. Sein Name darf nicht veröffentlicht werden, weil er Rückschlüsse auf die Identität der mutmaßlich Betroffenen zulassen könnte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Frau über Jahre betäubt und sexuelle Übergriffe durch andere Männer ermöglicht zu haben.

Der nach Polizeiangaben über 60 Jahre alte Mann hatte ursprünglich 48 Anklagepunkte bestritten. Im Juni bekannte er sich jedoch in 15 Punkten schuldig. Dazu zählen fünf Vergewaltigungen, sechs Fälle sexueller Penetration, drei sexuelle Übergriffe sowie das unerlaubte Weitergeben intimer Aufnahmen. Über die übrigen Vorwürfe muss nun eine Jury entscheiden.

Die offenen Anklagepunkte betreffen unter anderem Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe und die Verabreichung einer Substanz mit dem Ziel, eine Person wehrlos zu machen. Hinzu kommen mehrere Vorwürfe der gemeinsamen Planung solcher Taten. Die Ermittler der Greater Manchester Police gehen davon aus, dass sich die mutmaßlichen Betäubungen über einen Zeitraum von 2004 bis 2025 erstreckten.

Die zwölf Mitangeklagten sind zwischen 28 und 73 Jahre alt. Ihnen werden, je nach Person, Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung, sexuelle Penetration oder die Beteiligung an Absprachen zu solchen Delikten vorgeworfen. Die Polizei veröffentlichte im Juni ihre Namen und die jeweiligen Anklagepunkte. Nach Angaben britischer Medien bestreiten alle zwölf Männer die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Ein weiterer Beschuldigter, Keith Fotheringham aus Dundee, ist nicht Teil dieses Juryverfahrens. Er bekannte sich nach Angaben der Polizei unter anderem der Verabredung zur Vergewaltigung, der Verabredung zur sexuellen Penetration und der Verabreichung einer Substanz schuldig. Er befindet sich in Untersuchungshaft; das Strafmaß soll später verkündet werden.

Die Auswahl der Geschworenen erfolgte in der vergangenen Woche. Richter Maurice Greene stellte zwölf Geschworene sowie Ersatzmitglieder zusammen, weil der Prozess voraussichtlich zahlreiche Verhandlungstage beanspruchen wird. Für die betroffene Frau gilt im Vereinigten Königreich ein lebenslanger gesetzlicher Schutz ihrer Identität. Deshalb bleiben auch Einzelheiten unter Verschluss, durch die sie mittelbar erkannt werden könnte.

Britische Medien ziehen Parallelen zum französischen Verfahren um Gisèle Pelicot, weil in beiden Fällen der Vorwurf langjähriger, durch Betäubung ermöglichter sexualisierter Gewalt erhoben wird. Juristisch sind die Verfahren voneinander unabhängig. In Manchester muss die Jury nun die Beweise zu jedem Angeklagten und jedem einzelnen Anklagepunkt gesondert bewerten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Greater Manchester Police
  • Courthouse News Service
  • ITV News Granada
  • CBS News

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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