Eine Legende lebt wieder auf.
Nach fast zehn Jahren Pause meldet sich Intervilles zurück. Ab dem 3. Juli 2025 strahlt France 2 das Kultformat wieder aus – modernisiert, aber mit der gleichen Mischung aus Spaß, Wettbewerb und sommerlicher Leichtigkeit, die Generationen geprägt hat.
Seit seiner Geburtsstunde 1962 steht Intervilles - in Deutschland damals bekannt unter dem Titel Spiel ohne Grenzen - für genau das, was französisches Fernsehen einst so besonders machte: Lebensfreude, schräge Spiele und ein bisschen Lokalkampf, der niemals weh tut.
Ein Comeback, das viele herbeigesehnt haben
Diesmal lädt France Télévisions zu vier großen Live-Events ein. Sechs Städte treten gegeneinander an: Beauvais, Gap, Wallers-Arenberg, Coulanges-lès-Nevers, Bourgoin-Jallieu und Saint-Amand-les-Eaux.
Die Klassiker fehlen nicht: Die Tournette, die Tyrolienne, der unbarmherzige Mur des Champions und die gefürchteten Laufbänder fordern Kraft, Geschick und einen stabilen Gleichgewichtssinn. Doch es kommen auch neue Spiele hinzu – ein kleiner Pfefferkick, der der Sendung gut tut.
Denn wer heute noch glaubt, man könne im Fernsehen nur mit Singen, Dating oder Reality Trash punkten, wird eines Besseren belehrt.
Nagui und sein neues Dream Team
Am Mikrofon steht niemand Geringeres als Nagui. Für viele ist er längst selbst Teil der französischen Fernsehgeschichte.
Unterstützt wird er von Bruno Guillon, Valérie Bègue, Camille Cerf, Magali Ripoll und Yoann Riou. Ein bunter Mix aus Humor, Charme, Sportkompetenz und musikalischer Energie, der frischen Wind verspricht.
Man spürt: Die Produktion möchte Intervilles nicht einfach zurückholen, sondern wieder zu einem echten Ereignis machen.
Und die Vachettes?
Da war doch was.
Ja – Intervilles ohne die berühmten kleinen Vachettes aus den Landes. Sie gehören zur DNA der Show wie die Clowns zur Manege. Doch diesmal bleiben sie im Stall.
Stattdessen tritt eine neue Maskottchenfigur auf: Topa. Ein Schritt, der den Tierschutzgedanken der Gegenwart aufnimmt, auch wenn nicht alle Fans glücklich darüber sind. Für manche fehlt damit ein Stück Identität, andere begrüßen die tierfreundliche Weiterentwicklung. So oder so: Das Herz der Show schlägt weiter.
Große Gefühle im großen Finale
Nach drei Vorrundenabenden gipfelt alles am 24. Juli im Finale in Wallers-Arenberg. Die drei besten Teams treten an und kämpfen um den ultimativen Titel.
Was erwartet uns? Schweiß, Jubel, Niederlagen, Triumphe – und genau dieses unbeschreibliche Gefühl von Gemeinschaft, das Intervilles schon immer ausgestrahlt hat.
Ein Format für Jung und Alt
Mit dem Revival verfolgt France Télévisions ein klares Ziel: Programme zu schaffen, die Generationen verbinden. Nostalgiker, die sich an die wilden 80er- und 90er-Jahre-Ausgaben erinnern, sitzen dann neben Jugendlichen, die staunen, wie erfrischend schlicht Fernsehen manchmal sein kann.
Schon jetzt fällt das Echo positiv aus. Viele Zuschauer loben die Dynamik der Moderatoren, die hohe Produktionsqualität und das mutige Festhalten an einem Format, das nicht jedem Algorithmus gehorcht, aber dafür Herzen erreicht.
Eine Frage drängt sich auf:
Haben wir nicht genau solche Shows vermisst?
Shows, die weder Skandale brauchen noch Hasskommentare produzieren, sondern uns einfach einen Abend lang mitfiebern und lachen lassen.
Ein Sommerhighlight mit Tradition
Intervilles 2025 ist mehr als ein nostalgischer Rückblick. Es ist eine Einladung, wieder Teil eines großen Spiels zu sein, bei dem es nicht nur um Punkte geht, sondern um das Gefühl: Wir gehören zusammen, auch wenn wir uns gegenseitig in Schaumrutschen abwerfen.
Ab sofort jeden Donnerstagabend im Juli auf France 2.
Möge das beste Städteteam gewinnen.
Autor: Daniel Ivers