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Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Angriffs vor drei Jahren

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff erinnert Israel an die rund 1.200 Getöteten. Zugleich wurden trotz der Waffenruhe neue israelische Angriffe im Gazastreifen gemeldet.

Jerusalem – 07.10.2026: Israel hat am dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 der Getöteten gedacht. Präsident Isaac Herzog und seine Frau Michal entzündeten in der Präsidentenresidenz um 6.29 Uhr eine Gedenkkerze – zu jener Uhrzeit, zu der der Überfall damals begann. Im Süden des Landes kamen Angehörige und Überlebende zu stillen Gedenkfeiern zusammen.

Bei dem Angriff Hamas-geführter bewaffneter Gruppen auf israelische Ortschaften und ein Musikfestival nahe dem Gazastreifen wurden nach israelischen Angaben rund 1.200 Menschen getötet. Weitere 251 Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt. Der Überfall löste den Krieg zwischen Israel und der Hamas aus. Angehörige versammelten sich unter anderem auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals und im besonders schwer getroffenen Kibbuz Kfar Aza.

Die Gedenkfeiern fielen in eine weiterhin angespannte Lage. Reporter der Nachrichtenagentur Agence France-Presse meldeten Explosionen im Gazastreifen. Israelische Streitkräfte griffen demnach erneut Ziele in dem Küstengebiet an, obwohl seit einem Jahr eine Waffenruhe gilt. Die israelische Armee erklärt solche Einsätze mit Angriffen auf Kämpfer der Hamas. Unabhängig bestätigte Angaben zu Zielen, Schäden oder möglichen Opfern der jüngsten Angriffe lagen zunächst nicht vor.

Die Vereinten Nationen erinnerten vor dem Jahrestag an die israelischen Opfer und forderten zugleich ein Ende des Leids der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen. UN-Generalsekretär António Guterres rief dazu auf, die aus seiner Sicht unvollständige Waffenruhe in einen dauerhaften Frieden zu überführen. Die Folgen des Krieges bestimmen weiterhin das Leben der Zivilbevölkerung in Gaza, wo weite Gebiete zerstört sind und die Versorgung eingeschränkt bleibt.

Bereits am 5. Oktober hatte Herzog bei einer staatlichen Zeremonie auf dem Herzlberg in Jerusalem gesprochen. Die Erinnerung ist eng mit der politischen Debatte über das Versagen der israelischen Sicherheitsbehörden vor dem Angriff verbunden. Angehörige der Opfer fordern seit Langem eine umfassende Untersuchung der staatlichen Entscheidungen und Versäumnisse, die den Überfall ermöglichten.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press ist es der erste Jahrestag, an dem sich keine israelischen Geiseln mehr im Gazastreifen befinden. Zur öffentlichen Trauer gehört weiterhin das Schicksal jener Menschen, die während ihrer Gefangenschaft starben. Familien und Überlebende begingen den Jahrestag deshalb vielfach an den Schauplätzen des Angriffs. Die gleichzeitig gemeldeten israelischen Angriffe machten deutlich, wie begrenzt die Waffenruhe den Konflikt bislang befriedet hat.

Quellen

  • Franceinfo
  • Associated Press
  • Agence France-Presse
  • Präsident Israels
  • Vereinte Nationen

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).