Politik & Gesellschaft

Jean-Vincent Place soll am 29. Oktober wegen sexueller Übergriffe vor Gericht stehen

Der frühere Staatssekretär Jean-Vincent Place soll sich Ende Oktober in Paris wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf zwei Frauen verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe.

Paris – 03.08.2026: Für Jean-Vincent Place ist ein Gerichtstermin am 29. Oktober 2026 angesetzt. Der frühere französische Staatssekretär und Politiker aus dem ökologischen Lager soll sich vor dem Strafgericht in Paris wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf zwei Frauen verantworten. Place weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Nach den bekannt gewordenen Angaben betrifft das Verfahren zwei voneinander getrennte Sachverhalte. Eine der Frauen war früher Mitarbeiterin von Place; die mutmaßlichen Taten sollen sich 2016 ereignet haben. Der zweite Vorwurf bezieht sich auf eine weitere Frau und einen Vorgang aus dem Jahr 2017. Die Justiz hatte die Ermittlungen in den vergangenen Jahren geführt und die Anklagefrage geprüft.

Der 58-Jährige war in der Regierung von Manuel Valls Staatssekretär für Staatsreform und Vereinfachung. Zuvor hatte er als Senator und als führender Vertreter der französischen Grünen gearbeitet. Seine politische Laufbahn war bereits seit mehreren Jahren von juristischen Verfahren überschattet, die von den nun zur Verhandlung kommenden Vorwürfen getrennt zu betrachten sind.

Im Jahr 2021 war Place in einem anderen Verfahren wegen sexueller Belästigung einer Gendarmin verurteilt worden. Diese frühere Verurteilung betrifft einen eigenständigen Sachverhalt und ersetzt keine gerichtliche Bewertung der jetzigen Anschuldigungen. Gerade bei Vorwürfen sexualisierter Gewalt ist die Trennung der einzelnen Verfahren wichtig: Die Beweisaufnahme muss für jeden Fall und jede betroffene Person gesondert erfolgen.

Das Strafgericht wird im Oktober die Aussagen der Beteiligten, die Ergebnisse der Ermittlungen und die Argumente der Verteidigung prüfen. Ob und in welchem Umfang Zeuginnen persönlich aussagen werden, ist öffentlich nicht näher bekannt. Auch zu einem möglichen Ablauf der Hauptverhandlung oder zu einer Dauer des Prozesses lagen zunächst keine verlässlichen Angaben vor.

Für die beiden Frauen bedeutet der Termin zunächst, dass ihre Vorwürfe in einem öffentlichen rechtsstaatlichen Verfahren verhandelt werden sollen. Für Place eröffnet er die Möglichkeit, seine Darstellung vor Gericht vorzutragen und sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. Eine Anklage oder ein angesetzter Prozesstermin ist keine Feststellung von Schuld.

Der Termin am 29. Oktober 2026 setzt den vorläufigen Schlusspunkt unter eine lange Ermittlungsphase. Das Urteil bleibt dem Strafgericht in Paris vorbehalten; bis dahin sind die Vorwürfe gegen Jean-Vincent Place nicht rechtskräftig festgestellt.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien
  • Tribunal judiciaire de Paris

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

Ende des Artikels