Kultur

Jérôme Niel zeigt in “Paolo” seine dunkle Seite

In der französischen Thrillerserie "Paolo" gerät ein Klaviertransporteur in den Bann eines aufstrebenden Lokalpolitikers. Jérôme Niel spielt die Titelrolle fernab seines komödiantischen Images.

Paris – 26.09.2026: Jérôme Niel übernimmt in der französischen Serie "Paolo" die Titelrolle eines Mannes, dessen geordnetes Leben durch die Begegnung mit einem früheren Mitschüler aus der Bahn gerät. Die sieben Folgen sind seit dem 25. September beim Streamingdienst HBO Max verfügbar. Niel beschreibt Paolo als jemanden, der seinen Platz sucht und hinter seiner freundlichen, einnehmenden Erscheinung mehr verbirgt, als zunächst zu erkennen ist.

Paolo arbeitet als Klaviertransporteur und bereitet mit seiner Verlobten Winnie die Hochzeit vor. Zufällig trifft er Téophane Tolbiac wieder, einen ehemaligen Klassenkameraden, der für das Bürgermeisteramt seiner Stadt kandidiert. Téophane tritt als charismatischer Lokalpolitiker auf, dem ein rascher Aufstieg zuzutrauen ist. Paolo besucht eine Wahlkampfveranstaltung und drängt immer tiefer in das Umfeld des Kandidaten.

Aus anfänglicher Bewunderung entwickelt sich ein obsessives Bedürfnis, zu Téophanes engstem Kreis zu gehören. Die Serie verschiebt ihren Schwerpunkt damit von einer zufälligen Wiederbegegnung auf die Mechanismen von Loyalität, sozialem Aufstieg und politischer Nähe. Der Wahlkampf bildet den Rahmen für einen Thriller, in dem Paolo zunehmend die Kontrolle über sein Leben verliert.

Für Niel bedeutet die Rolle einen deutlichen Wechsel gegenüber den komödiantischen Formaten, durch die er einem breiteren französischen Publikum bekannt wurde. Paolo ist weder ein professioneller Machtmensch noch ein politischer Akteur. Gerade seine Außenseiterposition treibt die Handlung voran: Er betrachtet Téophanes Erfolg als mögliche Flucht aus der eigenen Unsicherheit und dem Gefühl gesellschaftlicher Randständigkeit.

Sébastien Marnier entwickelte die Serie, schrieb am Drehbuch und führte Regie; Juliette Soubrier war ebenfalls am Drehbuch beteiligt. Neben Niel und Yoann Gasiorowski als Téophane gehören Magalie Lépine-Blondeau, Marie Oppert, Léo Chalié, Guslagie Malanda, Salif Cissé und Philippe Katerine zur Besetzung. Als Schauplatz dient eine französische Provinzstadt, in der sich private Abhängigkeiten und kommunalpolitischer Ehrgeiz überlagern.

Die Inszenierung behandelt den Wahlkampf weniger als institutionelles Drama denn als Milieu aus Unterstützern, öffentlichen Auftritten und informellen Beziehungen. Für Paolo wird die Nähe zum Kandidaten zum Versprechen von Anerkennung und Zugehörigkeit. Zugleich wächst die Gefahr, dass er seine bisherigen Bindungen diesem Wunsch unterordnet.

Mit sieben Episoden ist "Paolo" als kompakte Thrillererzählung angelegt. Canal+ beschreibt die Produktion als Geschichte über Paolos gefährliches Eindringen in Téophanes Leben. Die Bürgermeisterkandidatur bleibt dabei vor allem der Auslöser für den persönlichen Absturz eines Mannes, der in der Nähe zur Macht eine Antwort auf seine eigene Haltlosigkeit sucht.

Quellen

  • Franceinfo
  • HBO Max
  • Canal+

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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