Paris – 21.09.2026: Schülerinnen, Schüler und Studierende haben für Samstag, den 26. September 2026, zu landesweiten Klimamärschen aufgerufen. In einem veröffentlichten Appell erklären sie, die Klimakrise bestimme längst ihre Gegenwart. Von den staatlichen Stellen verlangen sie rasche Maßnahmen gegen die Erderwärmung und einen besseren Schutz der Bevölkerung vor deren Folgen.
Die Demonstrationen gehören zu einer nationalen Mobilisierung für Klima, Natur, Frieden und soziale Gerechtigkeit. Nach Angaben des veranstaltenden Kollektivs sind in zahlreichen Städten Aktionen geplant. Fridays for Future Frankreich hat seine Teilnahme angekündigt und mobilisiert örtliche Gruppen. Der Aufruf richtet sich bewusst über die klassischen Umweltverbände hinaus an Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.
Der Text stellt die Perspektive junger Menschen in den Vordergrund. Die Unterzeichnenden schildern ihre Sorge über Hitzewellen, Dürren, Brände und weitere Folgen der Erderwärmung. Zugleich wenden sie sich gegen die Vorstellung, die jüngere Generation reagiere lediglich mit Angst. Sie fordert politisches Handeln, das Emissionen senkt und die Lebensbedingungen in Städten, Schulen und Ausbildungsstätten verbessert.
Zu den Forderungen gehört ein Sofortprogramm zum Schutz vor Hitze. Genannt werden frei zugängliche kühle Räume, besser vorbereitete Schulen und Kindertagesstätten sowie wirksamere Vorkehrungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Besonders gefährdete Menschen sollen gezielter unterstützt werden. Darüber hinaus verlangt das Bündnis langfristige Anpassungen an Extremwetter und eine schnellere Verringerung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase. Die Kosten sollen aus Sicht der Organisatoren stärker jene tragen, die in besonderem Maße zur Klimabelastung beitragen.
Unterstützt wird die Mobilisierung von Vereinen, Gewerkschaften und weiteren Organisationen. Auch die französische Liga für Menschenrechte ruft zur Teilnahme auf. Sie verbindet Klimaschutz mit dem Schutz sozial benachteiligter Gruppen. Das Bündnis verweist darauf, dass Hitze und andere Klimarisiken Menschen je nach Einkommen, Wohnsituation, Alter und Beruf unterschiedlich stark treffen.
Die Märsche finden wenige Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl 2027 statt. Umweltorganisationen wollen damit den Druck auf die politische Debatte erhöhen, auch im Hinblick auf den Staatshaushalt für 2027. Nach Angaben der Veranstalter sind landesweit mehr als 200 örtliche Aktionen angekündigt.
Der Jugendaufruf richtet sich ausdrücklich an Menschen aller Altersgruppen. Die Initiatoren verlangen, Klimapolitik dürfe sich nicht in langfristigen Ankündigungen erschöpfen. Auf der zentralen Aktionsseite waren am 21. September mehr als 41.000 Unterstützende und nahezu 1.000 beteiligte Organisationen verzeichnet.
Quellen
- Franceinfo
- Mouvement du 26 septembre – Jugendaufruf
- Mouvement du 26 septembre – nationaler Aufruf
- Fridays for Future Frankreich
- Liga für Menschenrechte
- Le Monde
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).