Ein ruhiger Frühlingstag? Nicht überall. In der kleinen korsischen Gemeinde Prunelli-di-Fiumorbu fallen in der Nacht vom 28. auf den 29. April plötzlich Schüsse. Ein Mann wird verletzt, als er am frühen Morgen mit seinem Auto unterwegs ist.
Ein Angriff aus dem Nichts
Gegen 5 Uhr morgens durchbricht das Knattern mehrerer Schüsse die Dunkelheit. Das Ziel: ein 39-jähriger Autofahrer. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass die Täter ihn ganz bewusst ins Visier genommen haben.
Mehrere Kugeln schlagen ein – doch wie durch ein kleines Wunder wird der Mann offenbar nur relativ leicht verletzt. Die Splitter der zersprungenen Autofenster verletzen ihn, Schussverletzungen erleidet er keine. Ein Hauch von Glück im Unglück, oder?
Schnelle Rettung – per Hubschrauber
Trotz der Schüsse und seiner Verletzungen verliert der 39-Jährige nicht die Nerven. Er steuert selbstständig eine Feuerwehrstation an – ein Ort, der in dieser Nacht zum rettenden Hafen wird. Die Sanitäter handeln sofort und fordern einen Hubschrauber an.
Kurze Zeit später schwebt die Maschine mit dem Verletzten in Richtung Krankenhaus von Bastia. Eine gute Entscheidung, denn auch wenn die Wunden nur leicht sind, geht man wegen der Bedrohung auf Nummer sicher.
Polizei sichert Krankenhaus
Vor dem Krankenhaus von Bastia herrscht seither erhöhte Alarmbereitschaft. Rund zehn Polizisten stehen Wache – ein Bild, das in der beschaulichen Stadt sicher kein Alltag ist. Die Ermittler nehmen die Spur auf, denn klar ist: Diese Attacke war kein Zufall.
Was steckt hinter den Schüssen?
Ob es sich um eine persönliche Fehde, organisierte Kriminalität oder ein anderes Motiv handelt, ist derzeit noch unklar. Aber – in Korsika, wo solche Gewaltvorfälle leider immer wieder Schlagzeilen machen, wird natürlich sofort spekuliert.
Eine offene Frage bleibt: Wer hatte ein Interesse daran, den Mann zu verletzen oder gar zu töten?
Ein weiteres Kapitel in Korsikas angespannter Geschichte
Die Insel der Schönheit trägt viele Gesichter – und manchmal eben auch ein raues und hässliches. Politische Konflikte, familiäre Fehden, alte Rechnungen: Korsika kennt all diese Schattenseiten. Doch trotz allem – solche Taten bleiben Einzelfälle und prägen keineswegs den Alltag.
Die meisten Inselbewohner hoffen jetzt vor allem eines: Dass die Ermittlungen schnell Klarheit bringen und sich solche Szenen nicht wiederholen.
C. Hatty