Frankreich

Kupferdiebstahl legt Internet in Perpignan tagelang lahm

Ein außergewöhnlich großer Kupferdiebstahl hat in der Agglomeration Perpignan fast 2.000 Haushalte und Unternehmen für nahezu eine Woche vom Internet abgeschnitten. Nach ersten Erkenntnissen hatten es die Täter gezielt auf Telekommunikationsleitungen abgesehen. Ihr Ziel war nicht die Technik selbst, sondern das darin enthaltene Kupfer, das auf dem Metallmarkt nach wie vor hohe Preise erzielt und…

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Ein außergewöhnlich großer Kupferdiebstahl hat in der Agglomeration Perpignan fast 2.000 Haushalte und Unternehmen für nahezu eine Woche vom Internet abgeschnitten. Nach ersten Erkenntnissen hatten es die Täter gezielt auf Telekommunikationsleitungen abgesehen. Ihr Ziel war nicht die Technik selbst, sondern das darin enthaltene Kupfer, das auf dem Metallmarkt nach wie vor hohe Preise erzielt und deshalb für Diebesbanden äußerst attraktiv bleibt.

Die Folgen eines solchen Diebstahls reichen weit über den eigentlichen Materialverlust hinaus. Zahlreiche Kunden mussten tagelang auf ihren Internetanschluss verzichten. In vielen Fällen waren zudem Festnetztelefone betroffen, was insbesondere für Unternehmen, Selbstständige und ältere Menschen erhebliche Einschränkungen bedeutete. Auch alltägliche Aufgaben wie Homeoffice, Online-Unterricht oder digitale Behördengänge gerieten dadurch ins Stocken.

Für die Netzbetreiber stellt die Wiederherstellung der Infrastruktur eine große Herausforderung dar. Beschädigte Kabel lassen sich häufig nicht einfach reparieren, sondern müssen über längere Strecken vollständig ersetzt werden. Gleichzeitig gilt es, die betroffenen Anlagen besser gegen weitere Angriffe zu sichern. In manchen Fällen müssen sogar Teile des Netzes neu aufgebaut werden. Entsprechend aufwendig und zeitintensiv fallen die Arbeiten aus.

Die finanziellen Schäden übersteigen den Wert des gestohlenen Kupfers meist deutlich. Neben den Kosten für Material und Reparaturen entstehen erhebliche Ausgaben durch den Personaleinsatz, die Sicherung der Anlagen und die Behebung der Versorgungsunterbrechungen. Hinzu kommen wirtschaftliche Einbußen für Unternehmen sowie die Unannehmlichkeiten für tausende betroffene Kunden.

Kupferdiebstähle haben sich in Frankreich in den vergangenen Jahren deutlich gehäuft. Neben Telekommunikationsnetzen geraten regelmäßig auch Eisenbahnstrecken und Stromleitungen ins Visier der Täter. Der Grund liegt auf der Hand: Kupfer zählt weiterhin zu den begehrtesten Metallen im illegalen Handel und lässt sich vergleichsweise leicht weiterverkaufen.

Die Betreiber kritischer Infrastrukturen investieren deshalb zunehmend in Überwachungstechnik, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und eine bessere Absicherung besonders gefährdeter Standorte. Dennoch bleibt der Schutz schwierig. Die Leitungsnetze erstrecken sich über viele Kilometer, verlaufen oft in abgelegenen Gebieten und bieten Kriminellen zahlreiche Angriffsmöglichkeiten. Solange der Schwarzmarkt für Kupfer hohe Gewinne verspricht, dürfte dieses Problem die Betreiber auch künftig beschäftigen.

Daniel Ivers

Les vols de câbles sont en hausse depuis plusieurs années, un responsable chez Orange recense une augmentation de 10% en Occitanie en 2026.Les vols de câbles sont en hausse depuis plusieurs années, un responsable chez Orange recense une augmentation de 10% en Occitanie en 2026.

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