Politik & Gesellschaft

Kupferkabeldiebstahl legt Internetanschlüsse in Perpignan lahm

Nach dem Diebstahl von Kupferkabeln sind in Perpignan seit rund einer Woche etwa 2.000 Kunden ohne festen Internetzugang. Orange spricht von einem außergewöhnlich großen Schaden; in Okzitanien nehmen solche Delikte nach Angaben des Unternehmens…

Perpignan – 17.08.2026: Ein Diebstahl von Kupferkabeln hat in Perpignan die Internetversorgung von rund 2.000 Kunden unterbrochen. Nach Angaben des Netzbetreibers Orange besteht die Störung bereits seit etwa einer Woche. Das Unternehmen spricht von einem Schaden außergewöhnlichen Ausmaßes. Betroffen sind Anschlüsse, deren Internet- und teilweise auch Telefonverbindungen über die beschädigte Infrastruktur laufen. Der Ausfall trifft Privathaushalte ebenso wie Gewerbetreibende in den versorgten Gebieten.

Der materielle Schaden reicht weit über den Wert des gestohlenen Metalls hinaus. Nach einem solchen Eingriff müssen die betroffenen Netzabschnitte zunächst gesichert und überprüft werden. Anschließend sind neue Kabel einzuziehen und zahlreiche Leitungen einzeln wieder zu verbinden. Da Orange sein Kupfernetz auch anderen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung stellt, können Kunden verschiedener Unternehmen von derselben Beschädigung betroffen sein. Bei einem Eingriff dieses Umfangs dauern die Arbeiten nach Angaben des Betreibers mehrere Tage.

Kupfer bleibt trotz des fortschreitenden Glasfaserausbaus ein begehrtes Ziel für Diebe. Das ältere Leitungsnetz wird weiterhin für bestimmte Internet- und Telefondienste genutzt. Orange betreibt in Frankreich die entsprechende Anschlussinfrastruktur und überlässt Wettbewerbern den Zugang dazu. Die schrittweise Abschaltung des Netzes soll landesweit bis Ende 2030 abgeschlossen werden. Bis dahin können Beschädigungen an einzelnen Strecken weiterhin zahlreiche Anschlüsse zugleich lahmlegen.

Nach Angaben eines Orange-Verantwortlichen ist die Zahl der Kupferkabeldiebstähle in Okzitanien 2026 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent gestiegen. Ein wesentlicher Anreiz ist der Wiederverkaufswert des Metalls. Orange hatte für das erste Halbjahr 2024 landesweit mehr als 1.300 registrierte Diebstähle gemeldet; im gesamten Jahr 2023 waren es etwa 1.500 Fälle gewesen. Die Zahlen stammen vom Unternehmen und beziehen sich auf dessen eigenes Netz.

Für die Betroffenen hat die Unterbrechung konkrete Folgen. Ohne Festnetzverbindung sind Homeoffice, digitale Behördengänge, internetgestütztes Fernsehen und Teile der geschäftlichen Kommunikation nur eingeschränkt möglich. Besonders problematisch ist der Ausfall für Menschen und Betriebe, die über keine leistungsfähige Mobilfunkverbindung verfügen. Orange stellt von Netzstörungen betroffenen Kunden nach eigenen Angaben je nach Lage vorübergehend zusätzliches mobiles Datenvolumen oder andere Ersatzlösungen bereit. Ob und in welchem Umfang solche Hilfen in Perpignan angeboten werden, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.

Die Techniker arbeiten nach Angaben von Orange weiter daran, die zerstörten Kabelverbindungen zu ersetzen und die einzelnen Anschlüsse wiederherzustellen. Einen verbindlichen Termin, zu dem alle rund 2.000 Kunden wieder über einen festen Internetzugang verfügen sollen, nannte das Unternehmen bislang nicht.

Quellen

  • Franceinfo
  • Orange

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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