Umwelt

Küstenerosion bedroht den Leuchtturm von La Coubre

An der Atlantikküste der Charente-Maritime rückt das Meer dem Leuchtturm von La Coubre immer näher. Ein Rückbau gilt langfristig als möglich, doch ein Termin ist nicht öffentlich bestätigt.

La Tremblade – 05.09.2026: Der rot-weiß gestreifte Leuchtturm von La Coubre überragt noch immer die Atlantikküste der Charente-Maritime. Doch das Meer ist dem mehr als 120 Jahre alten Bau über Jahrzehnte bedrohlich nahe gekommen. Ein aktueller Bericht von Franceinfo richtet den Blick erneut auf das Wahrzeichen an der Mündung der Gironde, dessen Bestand durch die fortschreitende Küstenerosion gefährdet ist.

Der Leuchtturm steht auf dem Gebiet von La Tremblade, nahe der Gemeinde Les Mathes. Er wurde 1905 errichtet und ersetzte frühere Türme, denen wandernde Sandmassen und Brandung zugesetzt hatten. Das französische Kulturministerium führt das Bauwerk als geschütztes historisches Denkmal. Zugleich dient sein Leuchtfeuer weiterhin der Schifffahrt und markiert die schwierige Zufahrt zur Gironde-Mündung. Für die Region ist der Turm außerdem eine wichtige Sehenswürdigkeit.

Die Gefahr ist seit Jahren bekannt. An der Pointe de la Coubre verändert sich die Küstenlinie rasch: Das Meer trägt den Dünengürtel ab, während der Sand auf der Landseite weiterwandert. Der Turm, der bei seiner Errichtung weit hinter der Küste lag, steht heute wesentlich näher am Wasser. Staatliche Stellen haben deshalb einen späteren Rückbau als mögliche Sicherheitsmaßnahme geprüft. Einen öffentlich bestätigten Beschluss mit einem festen Termin für Abriss oder Demontage gibt es jedoch nicht.

Die Stadt La Tremblade betreibt den Standort und das zugehörige Museum. Besucher können über rund 300 Stufen zur Aussichtsplattform hinaufsteigen. Von dort wird sichtbar, wie schmal der natürliche Schutzwall zwischen Atlantik, Dünen und Wald geworden ist. Gerade diese Nähe macht den Leuchtturm zu einem anschaulichen Maßstab für den Wandel der Landschaft.

Franceinfo stellt La Coubre in einen größeren Zusammenhang. An zahlreichen französischen Küsten geraten historische Bauwerke durch Erosion, Sturmfluten und steigende Wasserstände unter Druck. In der Charente-Maritime werden derzeit etwa die Schutzbauten des Fort Boyard instand gesetzt. Die Arbeiten im offenen Wasser sollen verhindern, dass Winterstürme die Festung weiter beschädigen.

Am Leuchtturm von La Coubre sind die Möglichkeiten begrenzt. Massive Schutzanlagen könnten Strömungen und Sandbewegungen verändern und die Erosion an benachbarten Küstenabschnitten verstärken. Eine Versetzung des hohen Bauwerks wäre technisch außerordentlich aufwendig. Dass diese Küste instabil ist, war bereits bei der Planung bekannt: Der Eintrag des Kulturministeriums verweist auf frühere Leuchttürme, die an derselben Landspitze verloren gingen. Wann auch für den heutigen Turm eine endgültige Entscheidung fällt, ist bislang offen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ministerium für ökologischen Wandel und Meerespolitik
  • Französisches Kulturministerium, Plattform POP
  • Département Charente-Maritime
  • Le Monde

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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