Politik & Gesellschaft

Kylian Mbappé stand auf Liste möglicher Entführungsziele

Ermittler haben den Namen Kylian Mbappés auf einer Liste mit 26 wohlhabenden möglichen Zielpersonen gefunden. Ein 18 Jahre alter Beschuldigter bleibt nach einer Entscheidung in Versailles in Untersuchungshaft und Isolation.

Versailles – 02.09.2026: Der französische Fußballstar Kylian Mbappé soll auf einer Liste mit 26 wohlhabenden Personen gestanden haben, die als mögliche Ziele für Überfälle oder Entführungen ausgewählt worden waren. Das berichten Franceinfo und Le Parisien unter Berufung auf die Ermittlungen. Neben Unternehmern und Geschäftsleuten seien darauf auch Musiker und Fußballer verzeichnet gewesen. Allein die Nennung Mbappés belegt allerdings weder einen unmittelbar bevorstehenden Angriff noch eine konkrete Tatvorbereitung gegen ihn.

Im Zentrum des Verfahrens steht ein 18 Jahre alter Beschuldigter, der bereits wegen anderer Vorwürfe inhaftiert war. Am 21. August wurde gegen ihn in Nanterre ein Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßig organisierten Diebstahls eingeleitet. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass er bei mehreren Taten und mutmaßlichen Vorhaben im Raum Neuilly-sur-Seine eine steuernde Rolle gespielt haben könnte. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Die Untersuchungskammer des Berufungsgerichts von Versailles befasste sich am Mittwoch mit der Haft und der Isolation des Beschuldigten. Er hatte gegen beide Maßnahmen Rechtsmittel eingelegt. Den Berichten zufolge bestätigte das Gericht sowohl die Untersuchungshaft als auch seine Trennung von anderen Gefangenen. Die Isolation soll verhindern, dass er aus der Haft heraus Kontakte zu möglichen Komplizen unterhält oder Anweisungen übermittelt.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall im April in Neuilly-sur-Seine, einer wohlhabenden Kommune westlich von Paris. Mehrere Männer sollen sich als Lieferanten ausgegeben und versucht haben, einen Uhrmacher an dessen Wohnung zu täuschen. Der Mann wurde misstrauisch und alarmierte die Polizei. Die anschließenden Nachforschungen führten zu weiteren Verdächtigen und zur Sicherstellung mehrerer Mobiltelefone.

Auf einem dieser Geräte fanden die Beamten den Berichten zufolge Adressen und Informationen zu 26 möglichen Zielpersonen. Ein Vertreter der Justiz erklärte demnach, der 18-Jährige habe sich unter anderem gegen einen Rapper und gegen Mbappé richten wollen. Gegen einen weiteren Beschuldigten wurde gerichtliche Aufsicht angeordnet. Zu klären bleibt, welchen Zweck die gespeicherten Angaben hatten, wie weit einzelne Pläne gediehen waren und wer daran beteiligt gewesen sein könnte.

Mbappé gehört zu den prominentesten Sportlern Frankreichs und spielt für Real Madrid. Sein Name verschafft dem Verfahren besondere öffentliche Aufmerksamkeit, ändert aber nichts an den Anforderungen der Strafjustiz: Für jeden Tatvorwurf müssen konkrete Belege vorliegen. Die zuständige Brigade zur Bekämpfung des Banditentums setzt ihre Ermittlungen fort.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Parisien

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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