Versailles – 03.09.2026: Der Name Kylian Mbappés ist französischen Medienberichten zufolge in einer Strafsache auf einer Liste möglicher Entführungsziele aufgetaucht. Ermittler sollen sie auf Mobiltelefonen eines 18 Jahre alten Untersuchungshäftlings gefunden haben. Neben dem Fußballspieler seien wohlhabende Unternehmer und Händler sowie ein Rapper verzeichnet gewesen. Dass ein Angriff auf Mbappé unmittelbar bevorstand, ist nach den bislang veröffentlichten Informationen nicht belegt.
Der junge Mann, den Le Parisien als Clément L. bezeichnet, wurde demnach am 21. August in Nanterre gemeinsam mit einem mutmaßlichen Komplizen in einem Verfahren wegen bandenmäßigen Diebstahls angeklagt. Medien berichten zudem von Ermittlungen zu Überfällen und möglichen Entführungsvorhaben. Ob und in welchem Umfang der Beschuldigte an solchen Plänen beteiligt war, ist Gegenstand des Verfahrens. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Am Mittwoch, dem 2. September, befasste sich die Untersuchungskammer des Berufungsgerichts Versailles mit seiner Haft und der Unterbringung in Einzelhaft. Der Beschuldigte wandte sich laut Le Parisien gegen beide Maßnahmen. Die Staatsanwaltschaft begründete die strenge Unterbringung dem Bericht zufolge mit der Schwere der Vorwürfe und der Gefahr, dass Kontakte nach außen weitere Straftaten ermöglichen könnten.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war offenbar ein Übergriff auf einen Uhrmacher in Neuilly-sur-Seine im April. Nach den publizierten Angaben rekonstruieren die Behörden eine Reihe von Taten und mutmaßlichen Vorhaben zwischen dem 11. April und dem 19. August. Die Ermittlungen führen unter anderem nach Neuilly-sur-Seine, Saint-Brice-sous-Forêt im Département Val-d'Oise und Santenay im Département Côte-d'Or. Welche Vorwürfe sich erhärten lassen und ob zwischen den einzelnen Vorgängen ein belastbarer Zusammenhang besteht, ist bislang offen.
Eine Namensliste allein belegt weder eine unmittelbar bevorstehende Tat noch einen ausgereiften Entführungsplan. Für die Ermittler kann sie jedoch zum Indiz werden, falls sich dazu Ausspähungen, Kontakte, Geldflüsse, beschaffte Ausrüstung oder andere konkrete Vorbereitungen nachweisen lassen. Ebenso muss geklärt werden, wer die Einträge anlegte und ob alle aufgeführten Personen tatsächlich als Ziele vorgesehen waren.
Mbappé und sein Umfeld haben sich öffentlich nicht zu dem Verfahren geäußert. Den bisherigen Berichten lässt sich auch nicht entnehmen, dass der französische Nationalspieler Kontakt zu den Verdächtigen hatte, von ihnen angesprochen wurde oder einem akuten Entführungsversuch ausgesetzt war. Gegenstand der Untersuchung sind nun insbesondere die sichergestellten Telefone, mögliche Verbindungen zu weiteren Beteiligten und die Frage, ob die 26 genannten Personen tatsächlich ausgespäht wurden.
Quellen
- franceinfo
- Le Parisien
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).