Kultur

La Ciotat: Eine Reportage über die Pointus und ihr maritimes Erbe

Franceinfo widmet sich den farbenfrohen Pointus und Barquettes von La Ciotat. Die traditionellen Fischerboote erzählen von handwerklicher Fischerei, Bootsbau und dem Wandel einer provenzalischen Hafenstadt.

La Ciotat – 03.08.2026: Im Alten Hafen von La Ciotat liegen sie wie farbige Erinnerungen an eine andere Epoche: kleine Holzboote mit markant aufragendem Bug und Heck, sorgfältig gepflegt und vielfach noch immer fahrtüchtig. Eine am 3. August ausgestrahlte Ausgabe der Franceinfo-Reihe "13 Heures Découverte" widmet sich diesen traditionellen Fischerbooten, die an der provenzalischen Küste Pointus oder Barquettes genannt werden.

Die Reportage begleitet Menschen, die die Boote erhalten, pflegen und weiterhin auf dem Wasser nutzen. Sie behandelt die Pointus damit nicht als unbewegliche Museumsstücke, sondern als Zeugnisse einer Hafenkultur, deren Fortbestand von praktischem Wissen abhängt. Holz muss ausgebessert, Farbe erneuert und die Konstruktion regelmäßig kontrolliert werden. Mit jedem restaurierten Boot werden Kenntnisse weitergegeben, die einst zum Alltag von Fischern und Hafenhandwerkern gehörten.

Pointus sind schlanke, überwiegend aus Holz gebaute Arbeitsboote. Ihre hochgezogenen Enden und die häufig kräftige Bemalung machen sie in den Hafenbecken der Provence leicht erkennbar. Historisch waren sie eng mit der handwerklichen Küstenfischerei verbunden: Ihre überschaubare Größe eignete sich für kurze Fahrten und die Arbeit nahe der Mittelmeerküste. Heute werden viele Exemplare vor allem zu Freizeitfahrten, Vorführungen oder kulturellen Veranstaltungen eingesetzt.

Auch die Stadt La Ciotat behandelt die traditionellen Mittelmeerboote als Bestandteil ihres Kulturerbes. In ihrem Programm zu den Europäischen Tagen des Denkmals verweist sie auf die mit ihnen verbundenen Handwerke und Fertigkeiten, darunter Bootsbau, Instandhaltung und Fischerei. Bei früheren Veranstaltungen konnten Besucher im Alten Hafen zudem Fahrten mit Barquettes unternehmen. So wird die maritime Vergangenheit nicht allein ausgestellt, sondern auf dem Wasser erfahrbar gemacht.

Für La Ciotat besitzt diese Tradition besonderes Gewicht. Die Identität der Stadt ist eng mit dem Meer, ihrem Hafen und der Geschichte der Werften verbunden. Gegenüber den großen Schiffbauanlagen wirken die Pointus beinahe bescheiden. Gerade ihre geringe Größe erinnert jedoch an jenen Teil der lokalen Wirtschaft, der über Generationen von kleinen Besatzungen, handwerklicher Arbeit und genauer Kenntnis der Küste geprägt war.

Die Bezeichnungen Pointu und Barquette stehen dabei für verwandte, regional geprägte Bootstypen; ihre Verwendung kann je nach Ort variieren. Gemeinsam ist ihnen die Rolle als Träger maritimer Erinnerung. Dass einige dieser Boote weiterhin auslaufen, verdankt sich vor allem ihren Eigentümern, örtlichen Vereinigungen und Fachleuten, die Zeit und handwerkliche Arbeit in ihre Erhaltung investieren.

Quellen

  • Franceinfo, Reportage "13 Heures Découverte" vom 03.08.2026
  • Stadt La Ciotat, Programm zu den Europäischen Tagen des Denkmals

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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