Paris – 14.10.2026: Léa Seydoux wird den Vorsitz der 52. César-Verleihung übernehmen. Das teilten die Académie des Arts et Techniques du Cinéma und der Sender Canal+ am Mittwoch mit. Frankreichs wichtigster Filmpreis wird am 25. Februar 2027 im Pariser Olympia verliehen. Als Präsidentin kommt Seydoux eine vor allem repräsentative Aufgabe zu: Sie eröffnet die Zeremonie und verleiht dem Abend ihre persönliche Handschrift.
Die Wahl fällt auf eine Schauspielerin, deren Laufbahn den französischen Autorenfilm mit großen internationalen Produktionen verbindet. Einem breiteren Publikum wurde Seydoux durch Christophe Honorés "La Belle Personne" bekannt. Später arbeitete sie unter anderem mit Rebecca Zlotowski, Benoît Jacquot und Bertrand Bonello. Die Akademie und Canal+ würdigten in ihrer Mitteilung den Reichtum ihres Werdegangs und die Vielfalt ihrer Zusammenarbeit in Frankreich und im Ausland.
Zum prägenden Werk ihrer Karriere wurde "Blau ist eine warme Farbe" von Abdellatif Kechiche. Für das Liebesdrama erhielten Seydoux und Adèle Exarchopoulos 2013 in Cannes gemeinsam mit dem Regisseur die Goldene Palme. Dass die Jury ihre höchste Auszeichnung ausdrücklich auch den beiden Hauptdarstellerinnen zusprach, war außergewöhnlich. Seydoux spielte darin eine junge Künstlerin, deren Beziehung zu einer Schülerin zum Zentrum einer ebenso intimen wie kontrovers diskutierten Geschichte wird.
Zugleich hat sie das große Unterhaltungskino nie gemieden. In Sam Mendes' James-Bond-Film "Spectre" und der Fortsetzung "Keine Zeit zu sterben" verkörperte sie Madeleine Swann. Weitere internationale Produktionen vergrößerten ihre Bekanntheit, ohne sie dem französischen Gegenwartskino zu entfremden. Diese Beweglichkeit zwischen unterschiedlichen filmischen Welten macht ihre Berufung für die Veranstalter besonders naheliegend.
Die César werden alljährlich für herausragende Leistungen im französischen Kino vergeben. Über die Preise entscheidet die Académie des Arts et Techniques du Cinéma in mehreren Wahlgängen. Bei der 51. Ausgabe im Februar 2026 hatte die Schauspielerin Camille Cottin den Vorsitz inne.
Für die nächste Zeremonie steht mit Vincent Dedienne auch der Moderator fest. Der Schauspieler und Komiker soll durch die Preisverleihung führen, während Seydoux deren feierlichen Rahmen prägt. Canal+ will die Veranstaltung nach Angaben der Organisatoren live, exklusiv und frei empfangbar übertragen. Die Nominierungen sind noch nicht bekannt.
Seydoux selbst war bereits mehrfach Teil der César-Geschichte. Zuletzt wurde sie 2022 für ihre Rolle in Bruno Dumonts "France" als beste Hauptdarstellerin nominiert. 2027 kehrt sie nicht als Kandidatin, sondern als Präsidentin der Zeremonie zurück.
Quellen
- Franceinfo
- Académie des Arts et Techniques du Cinéma
- Canal+
- Festival de Cannes
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).