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Aktuell · 25.06.2026 23:07

Lehrergewerkschaft SNES-FSU ruft angesichts extremer Hitzewelle zu Streiks auf

Die Lehrergewerkschaft SNES-FSU fordert angesichts der aktuellen Hitzewelle in Frankreich die Lehrer zu Streiks auf, um gegen die unzumutbaren Arbeitsbedingungen zu protestieren.

Paris – 25.06.2026: Angesichts der anhaltenden Hitzewelle in Frankreich, die am Dienstag mit Rekordtemperaturen von bis zu 42 °C ihren Höhepunkt erreichte, hat die Lehrergewerkschaft SNES-FSU die Lehrkräfte zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft kritisiert die unzureichenden Vorbereitungen des Bildungsministeriums auf solche extremen Wetterbedingungen und fordert Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit von Lehrern und Schülern.

Laut SNES-FSU haben 88 % der befragten Schulen Temperaturen über 30 °C gemessen, wobei 40 % sogar über 33 °C lagen. Diese extremen Bedingungen führen zu gesundheitlichen Problemen bei Lehrern und Schülern, darunter Hitzschläge und Kreislaufbeschwerden. Die Gewerkschaft bemängelt die mangelnde Vorbereitung des Bildungsministeriums auf solche Situationen und fordert ein umfassendes Renovierungsprogramm für Schulgebäude, um sie besser gegen Hitzewellen zu schützen.

In einer gemeinsamen Erklärung betonen die Gewerkschaften FSU, SE-UNSA, FNEC FP FO, CFDT Éducation, Formation et Recherche publiques, CGT Educ’action, SNALC und SUD Éducation die Notwendigkeit, bestehende Instrumente wie Gesundheitsschutzblätter, das Recht auf Arbeitsverweigerung bei Gefahr und Streikankündigungen zu nutzen, um gegen die unzumutbaren Arbeitsbedingungen zu protestieren. Sie rufen die Lehrkräfte dazu auf, in den betroffenen Regionen von ihrem Streikrecht Gebrauch zu machen, um auf die unzureichenden Schutzmaßnahmen des Ministeriums aufmerksam zu machen.

Die Gewerkschaften kritisieren die Praxis des Ministeriums, Entscheidungen über Schutzmaßnahmen auf die lokale Ebene zu verlagern, was zu Verwirrung und unzureichenden Schutzmaßnahmen führt. Sie fordern eine zentrale Koordination und klare Richtlinien, um die Gesundheit der Lehrkräfte und Schüler während Hitzewellen zu gewährleisten.

In der Zwischenzeit haben einige Schulen begonnen, eigene Maßnahmen zu ergreifen, wie das Mitbringen von Ventilatoren oder das Anbringen von Sonnenschutzfolien an Fenstern, um die Innenraumtemperaturen zu senken. Diese individuellen Initiativen sind jedoch keine dauerhafte Lösung für das Problem der unzureichenden Schulgebäude, die nicht für extreme Wetterbedingungen ausgelegt sind.

Die Gewerkschaften betonen, dass die aktuelle Situation die Notwendigkeit eines umfassenden Plans zur Renovierung und Anpassung der Schulgebäude an die Herausforderungen des Klimawandels unterstreicht. Sie fordern die Regierung auf, endlich die Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen Ressourcen bereitzustellen, um die Schulen sicher und gesundheitsfördernd zu gestalten.

Die anhaltende Hitzewelle und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken für Lehrer und Schüler haben die Diskussion über die Klimaanpassung von Schulgebäuden in Frankreich erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Die Gewerkschaften setzen sich weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen und den Schutz der Gesundheit aller Beteiligten im Bildungssystem ein.

Insgesamt zeigt die aktuelle Situation die dringende Notwendigkeit, die Infrastruktur der Schulen an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen und sicherzustellen, dass Lehrer und Schüler unter sicheren Bedingungen arbeiten und lernen können.

Quellen

  • SNES-FSU
  • Météo-France
  • FSU
  • SE-UNSA
  • FNEC FP FO
  • CFDT Éducation
  • CGT Educ’action
  • SNALC

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