Viterbo – 04.08.2026: Im Vico-See nördlich von Rom ist die Leiche von Luigi Cavallari gefunden worden. Der 84-jährige Ehemann der italienischen Familienministerin Eugenia Roccella wurde seit dem 27. Juni vermisst. Bei einem gemeinsamen Bootsausflug war er ins Wasser gegangen und nicht wieder aufgetaucht. Der Fund beendet eine mehr als fünf Wochen dauernde Suche.
Cavallari befand sich am Nachmittag des 27. Juni gemeinsam mit seiner Frau auf einem Boot. Nach den bekannt gewordenen Angaben ging er im Bereich Fiorò im Vico-See ins Wasser. Ob er hineinsprang oder auf andere Weise in den See geriet, blieb zunächst unklar. Roccella setzte den Notruf ab, nachdem ihr Mann nicht wieder an die Oberfläche gekommen war.
An der anschließenden Suche waren unter anderem Feuerwehr, Carabinieri und Rettungsdienst beteiligt. Taucher durchkämmten den See, zudem kamen Drohnen und ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge zum Einsatz. Die Bedingungen galten als schwierig: Der vulkanische See ist stellenweise sehr tief, seine Unterwasserhänge fallen steil ab, und die Sicht unterhalb der Oberfläche ist begrenzt. Nach mehreren Tagen konzentrierten die Einsatzkräfte ihre Arbeit auf Bereiche, in denen technische Messungen Auffälligkeiten ergeben hatten.
Luigi Cavallari war Ingenieur und hatte an der Universität Chieti-Pescara Architektur gelehrt. Im März hatten er und Eugenia Roccella ihre goldene Hochzeit gefeiert. Das Verschwinden fand in Italien auch wegen des politischen Amtes seiner Frau große Beachtung. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und mehrere Mitglieder der Regierung sprachen der Familie öffentlich ihre Anteilnahme aus und dankten den beteiligten Einsatzkräften.
Mit dem Fund ist Cavallaris Schicksal geklärt, die genaue Todesursache jedoch noch nicht. Zu medizinischen Befunden oder einer abschließenden Rekonstruktion seiner letzten Minuten lagen zunächst keine belastbaren Angaben vor. Auch die zuständigen Ermittlungsbehörden hatten zu Beginn der Suche keine gesicherte Ursache genannt. Aus den bislang veröffentlichten Informationen ergaben sich keine Hinweise auf eine Straftat.
Der Vico-See liegt in der Provinz Viterbo in der Region Latium, rund 60 Kilometer nordwestlich von Rom. Das Gewässer entstand in der Caldera eines erloschenen Vulkans und ist von bewaldeten Hängen umgeben. Seit Ende Juni war es Schauplatz einer umfangreichen, zeitweise auch nachts fortgesetzten Suchaktion.
Roccella leitet im Kabinett Meloni das Ressort für Familie, Geburtenrate und Chancengleichheit. Während der Suche hatte sie sich öffentlich für die Anteilnahme bedankt und die Lage als tragisch bezeichnet. Nach der Bergung soll nun die forensische Untersuchung Aufschluss über die Todesumstände geben; offizielle Ergebnisse lagen am Dienstag zunächst nicht vor.
Quellen
- Franceinfo
- ANSA
- Rai News
- Sky TG24
Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).