Kultur

Louvre öffnet Galerie d’Apollon nach Juwelendiebstahl wieder

Die Galerie d'Apollon im Pariser Louvre soll am Mittwoch, 22. Juli 2026, wieder für Besucher öffnen. Die Räume bleiben jedoch ohne die gestohlenen Kronjuwelen, nach denen weiter gefahndet wird.

Paris – 21.07.2026: Der Louvre will die Galerie d'Apollon am Mittwoch, 22. Juli 2026, wieder für das Publikum öffnen. Der prächtige Saal war seit dem Einbruch vom 19. Oktober 2025 geschlossen. Die Wiedereröffnung erfolgt knapp neun Monate nach dem spektakulären Diebstahl von Kronjuwelen. Die Galerie wird zunächst ohne die Schmuckstücke zugänglich sein, die bei der Tat entwendet wurden.

Bei dem Einbruch drangen Täter am Vormittag des 19. Oktober 2025 in die Galerie ein, in der Teile der französischen Kronjuwelen und historische Edelsteine aufbewahrt wurden. Zwei besonders gesicherte Ausstellungseinrichtungen waren Ziel des Angriffs. Nach Angaben des Kulturministeriums lösten die Alarmanlagen aus, und anwesende Beschäftigte des Museums setzten unverzüglich die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen um. Verletzt wurde niemand.

Die Ermittlungen wegen bandenmäßigen Diebstahls und krimineller Vereinigung liegen bei der Brigade zur Bekämpfung des Banditentums unter Leitung der Pariser Staatsanwaltschaft. Interpol teilte nach der Tat mit, dass acht weiterhin vermisste Schmuckstücke in die internationale Datenbank für gestohlene Kunstwerke aufgenommen wurden. Die Fahndung nach den Juwelen dauert damit auch zur Wiedereröffnung der Galerie an.

Ein Teil der Beute, die Krone der Kaiserin Eugenie, blieb am Tatort zurück und wurde später restauriert. Das Louvre-Museum erklärte im Februar 2026, die Krone sei bei dem Einbruch stark verformt worden, habe aber weitgehend erhalten werden können. Die Wiederherstellung des Objekts erfolgte nach der Sicherstellung durch die Kriminalpolizei und einer ersten Untersuchung durch die Abteilung Kunstobjekte des Museums.

Die Galerie d'Apollon gehört zu den bekanntesten historischen Räumen des Louvre. Sie beherbergte vor dem Einbruch die königliche Edelsteinsammlung und die Diamanten der Krone. Ihre Öffnung stellt deshalb eine Rückkehr eines zentralen Besuchsbereichs dar, ohne den Verlust der Exponate zu überdecken. Nach übereinstimmenden Berichten werden die früheren Schmuckpräsentationen bei der Wiederaufnahme des Besucherverkehrs nicht wieder gezeigt.

Der Einbruch hatte erneut Fragen zum Schutz bedeutender Kulturgüter ausgelöst. Das Kulturministerium verwies bereits im Oktober 2025 auf ein Sicherheitsprogramm des Louvre. Dazu zählen neuere Kameratechnik, eine verbesserte Überwachung des Außengeländes und ein modernisiertes Sicherheitszentrum. Diese Maßnahmen sind Teil des Vorhabens Louvre – Neue Renaissance, das bereits vor dem Diebstahl angekündigt worden war.

Mit der Öffnung am 22. Juli erhält das Publikum wieder Zugang zu Architektur und Dekor der Galerie, während die strafrechtlichen Ermittlungen und die internationale Suche nach den Schmuckstücken fortgesetzt werden. Der Louvre setzt damit ein sichtbares Zeichen der Rückkehr zum regulären Museumsbetrieb. Die leeren Präsentationsbereiche erinnern zugleich daran, dass zentrale Teile des französischen Kulturerbes weiterhin fehlen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Kulturministerium Frankreich
  • Musee du Louvre Presse
  • Interpol
  • Europe 1

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).