Umwelt

Luftbilder zeigen das Ausmaß der Waldbrände in Gironde und Landes

In der Gironde und im Département Landes haben schwere Waldbrände Zehntausende Hektar erfasst. Luftaufnahmen dokumentieren die Schäden, während Einsatzkräfte gesperrte Gebiete sichern und die Rückkehr Evakuierter vorbereiten.

Biscarrosse – 28.07.2026: Verkohlte Kiefernwälder, breite Brandschneisen und einzelne verschonte Flächen: Luftaufnahmen aus der Gironde und dem Département Landes zeigen das Ausmaß der schweren Brände der vergangenen Tage. Nach Angaben der Nationalgendarmerie hatten die beiden Feuer bis zum 25. Juli mehr als 32.000 Hektar in der Gironde und rund 3.000 Hektar im Département Landes erfasst. Betroffen sind damit weite Teile des Waldmassivs Landes de Gascogne.

Der Brand in der Gironde war am 22. Juli nördlich des Bassin d'Arcachon ausgebrochen. Unter schwierigen Wetterbedingungen breitete sich das Feuer rasch aus und zwang die Behörden zu umfangreichen Evakuierungen, auch auf der Halbinsel Cap Ferret. Die Gendarmerie meldete am 25. Juli insgesamt fast 197.000 Evakuierungen in beiden Départements. Darin enthalten sind vorsorgliche Räumungen und Verlegungen von Einwohnern sowie Urlaubsgästen.

Ein zweiter Großbrand begann am 23. Juli nahe Biscarrosse im Département Landes. Nachdem sich die Lage gebessert hatte, erlaubte die Präfektur am 26. Juli weiteren Bewohnern die Rückkehr in gesicherte Stadtbereiche. Auf die Freigabe für 3.000 Menschen am Vorabend folgte die Rückkehr von etwa 5.000 weiteren Einwohnern. Mehrere Viertel blieben wegen fortbestehender Gefahren und laufender Einsatzarbeiten zunächst gesperrt.

Aus der Luft ist vor allem der Verlust großer, zusammenhängender Kiefernflächen zu erkennen. Zwischen den schwarzen Schneisen liegen jedoch Gebiete, in denen die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen verhindern konnte. Am Boden und aus der Luft waren zahlreiche Kräfte im Einsatz, darunter Besatzungen von Löschflugzeugen und Hubschraubern. Mehr als 1.200 Gendarmen unterstützten in der Gironde und den Landes die Evakuierungen, sicherten geräumte Zonen und hielten Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungsdienste frei.

Das Innenministerium bezifferte die seit Jahresbeginn in Frankreich verbrannte Fläche am 27. Juli auf 116.085 Hektar. Angesichts der Brände im Südwesten beantragte Frankreich Hilfe über den Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union. Angefordert wurden unter anderem zusätzliche Löschflugzeuge aus Kroatien. Bereits am 25. Juli aktivierte der Staat die nationale Koordinierungsstelle InfoPublic, die Betroffene mit behördlich bestätigten Angaben versorgen soll.

In den betroffenen Kommunen folgt auf die Evakuierungen nun die detaillierte Erfassung der Schäden an Wäldern, Gebäuden und Infrastruktur. Die Luftbilder geben einen ersten Überblick über die Ausdehnung der Brandflächen, können eine amtliche Bilanz aber nicht ersetzen. In Biscarrosse knüpfte die Präfektur jede Rückkehr ausdrücklich an technische Bewertungen des Feuerwehr- und Rettungsdienstes SDIS und der Gendarmerie. In den noch gesperrten Bereichen dauern die Sicherungsarbeiten an.

Quellen

  • Ministerium des Innern
  • Nationalgendarmerie
  • Präfektur des Départements Landes
  • Franceinfo

Artikel mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt (Transparenzhinweis im Sinne von Artikel 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – EU AI Act).

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